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Deutsch-Amerikaner trafen sich zur zentralen VDAC-Convention in Wetzlar

DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar war Gastgeber für Delegierte aus ganz Deutschland

WETZLAR/GIEßEN (rge/ger/rg) 6.5.2018 – Weltoffen, tolerant und bunt sowie vor allem auch mit viel strahlendem Sonnenschein präsentierte sich Wetzlar am Wochenende den Delegierten und Gästen des Verbandes der Deutsch-Amerikanischer Klubs (VDAC) aus dem ganzen Bundesgebiet und damit von seiner allerbesten Seite. Die haben sich allesamt seit sieben Jahrzehnten der transatlantischen Völkerverständigung verschrieben und waren auf Einladung des heimischen Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar in der Domstadt zur 71. Convention (Jahreshauptversammlung) für drei Tage zu Gast.

Oberbürgermeister Manfred Wagner und erster Stadtrat Karlheinz Kräuter konnten mit Isabell Kurz vom Kulturamt die Amerikaner und Deutschen aus 18 Klubs aus allen Teilen Deutschlands, darunter Berlin, Hamburg, Stuttgart und München willkommen heißen. Unter den weiteren Gästen waren auch zahlreiche junge US-Amerikaner, die zurzeit an deutschen Universitäten im Austausch studieren. DIE BRÜCKE unterstützt im Verbund mit dem VDAC seit vielen Jahren den privat finanzierten gegenseitigen Jugend- und Studentenaustausch vor Ort in Mittelhessen. Viele der internationalen Besucher nutzten neben der Tagung die Möglichkeit die Wetzlarer Altstadt im Rahmen einer Stadtbesichtigung auf den Spuren Goethes zu erkunden sowie die Leica Camera-Werke zu besichtigen. Die Gäste zeigten sich allesamt begeistert vom Flair der mittelhessischen Stadt an der Lahn. Am Samstag beim abschließenden Festabend im Hotel Michel unterstrich Oberbürgermeister Wagner, dass die transatlantische Verbindung nicht nur historisch, sondern auch über die Gegenwart hinaus für die Zukunft wichtig für die Menschen ist und bleiben wird. Es freute ihn dabei besonders, zahlreiche junge Amerikaner im persönlichen Gespräch kennen lernen zu dürfen. Die erhielten in Wetzlar nach ihrem hiesigen Studienjahr ihre Urkunden für ihr Deutschland-Jahr von den VDAC-Offiziellen um Präsidentin Sigrid Behnke-Dewath und Studentenbeauftragten Mike Pilewski im Beisein der Stadtoffiziellen überreicht. Unter den Ehrengästen war auch der heimische Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer als überzeugter Transatlantiker, der eine Grußbotschaft übermittelte. BRÜCKE-Präsident Roger Schmidt dankte der Stadt Wetzlar für die freundliche und großzügige Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung dieses wichtigen transatlantischen VDAC-Treffens.

 

 

„Rocket Man“ Thomas Reiter nahm Brücke-Gäste mit ins All

GIESSEN – Auf eine Reise ins All zu benachbarten Planeten und fernen Galaxien nahm der diesjährige Ehrengast des Brücke-Neujahrsempfang 2018 , der Astronaut Thomas Reiter, die geladenen Gäste mit. Im Hotel Köhler waren die zahlreich gekommen, um von ihm persönlich zu hören und zu sehen, wie seine Erlebnisse beim Flug und seine langen Aufenthalte in der Raumstationen Euromir und später in der ISS waren. Begrüßt wurde er von den Brücke-Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann. Dabei war auch VDAC-Präsidentin Sigrid Behnke-Dewath. Musik gab es zur Einstimmung vom Gießener Chor  Ton in Ton Lützellinden unter Leitung von Matthias Schulze. 

 

Reiter informierte in seinen Vortrag über die robotische und astronautische Raumfahrt in Europa der ESA.  Reiter dessen  Werdegang nach dem Abitur 1977 in Wetzlar bei der Bundeswehr begann und der über die Luftwaffe sich als Astronaut bei der ESA bewarb, wurde 1992 unter 20.000 Bewerbern als einer der wenigen ausgewählt. 1995 folgte nach viel Training der Start zur Euromir. 2006 unternahm er mit der Raumfähre Discovery eine weitere Reise ins Orbit, diesmal zur neuen ISS-Raumstation. 342 Tage verbrachte er auf den Raumstationen, fast ein ganzes Lebensjahr im All. Spektakulär, sei der Ausblick gewesen, für den er allerdings viel zu wenig Zeit aufgrund der zahlreichen Forschungsaufgaben hatte. Zum Wohle aller Menschen. Stammzellenforschung und Kristallzüchtung in Schwerelosigkeit gehören dazu. Er unternahm auch als erster deutscher Raumfahrer einen Weltraumausstieg. Neugierig waren die Zuhörer auf seinen Ausblick. Gibt es Wasser auf Mond und Mars? Es sei möglich und wird von Wissenschaftlern vermutet, so seine Antwort. Da Methan auf dem Mars gemessen wurde, bestehe die theoretische Möglichkeit, dass es dort Leben gebe. Spannend, weil es dort eigentlich kein Methan geben dürfte. Geologisch oder Biologisch wird dann hoffentlich bald der Nachweis erbracht. Die Reise zum Mond wird von den USA für 2019 wieder geplant und der Mars ist 2022 im Blick. Seltene Erden und weitere Rohstoffe locken unter anderem. Noch gilt es die Technik in den Griff zu bekommen. 

Hier der rund einstündige  Vortrag von Thomas Reiter vom 17. Januar 2018 … 

Traumhaft! Brücke-Benefizkonzert Winter MUSIK Wonderland verzauberte Gäste

Ausverkauftes Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen
Das Blasorchester des Musikzug Holzheim mit Dirigent Alfred Peppmöller beim Winter MUSIC Wonderland (Foto: Stephan Sieber)

POHLHEIM (rg/rge/ger), Es war ein traumhafter Konzertabend in Gießen für die gute Sache von Kindern und Jugendlichen kurz vor Weihnachten. Regional und Transatlantisch. Für das Benefizkonzert Winter MUSIC Wonderland des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE bildete das farbenfroh illuminierte Forum der Volksbank Mittelhessen dafür die perfekte große Bühne und für drei namhafte Chöre mit Cantamus Gießen (Leiter Axel Pfeiffer), Klangfarben Gießen (Jean Kleeb) und Voice Factory Holzheim (Matthias Hampel), ein klangvolles Blasorchester mit dem Musikzug Holzheim (Alfred Peppmöller) und zwei stimmvolle Sängerinnen mit Aayana Bato und Ingi Fett den passenden  Rahmen. Das alles war von der BRÜCKE für die gute Sache der Kinder- und Jugendarbeit der Lebenshilfe Gießen mit der Inklusion in der Sophie-Scholl-Schule Gießen sowie dem Verband Deutsch-Amerikanischer Klubs (VDAC) bestimmt.

 

Brücke-Präsident Roger Schmidt freute sich so mit Moderatorin und Vize-Präsidentin Petra Bröckmann über ein ausverkauftes Haus im gläsernen Forum. Nach dem instrumentalen Intro „Highland Cathedral“ durch die Orchestermusiker überbrachte Volksbank-Vorstand Dr. Lars Witteck die besten Wünsche an die vielen Besucher. Er würdigte dabei besonders die gerade in diesen Zeiten wichtige Völker verbindende transatlantische Arbeit der Brücke. Seinen Worten folgte auch Schirmherrin, Landrätin Anita Schneider. Die ebenfalls anwesende Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen Maren Müller-Erichsen informierte die Gäste über die inklusive Arbeit an der Sophie-Scholl-Schule im gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern. Ganz still wurde es im Forum als die Solistin Aayana Bato den „Little Drummer Boy“ mit dem Trommelschlag eines elfjährigen Musikers intonierte. Dem folgte das „Winter Wonderland“ als amerikanischer Weihnachtsklassiker, bevor die Voice Factory unter anderem den beschwingten „Weihnachtskekseswing“ sowie den choreografierten „Lord of the dance“ präsentierten. Der aktuelle Gewinner des Hessischen Chorwettbewerbs, Cantamus Gießen mit Axel Pfeiffer, setzte weitere, besondere Akzente. Mit dem perfekt intonierten „O magnum mysterium“, dem Spiritual „The Battle of Jericho“ sowie dem bekannte Weihnachtshit „Jingle Bells“ verzauberten sie das Publikum. Diesen einzigartigen Musikwelten stand der Kammerchor Klangfarben Gießen in nichts nach. Ola Gjeilos „Norther Lights“ war einer ihrer Beiträge, zu dem auch das brasilianische Weihnachtslied aus dem Heimatland des Dirigenten Jean Kleeb „Estrela de Natal“ gehörte. Bekannt unter anderem von den „Drei Stimmen“, bildete Ingi Fett im weißen Abendkleid ein weiteres Glanzlicht an diesem Abend. Premiere hatte dabei an ihrer Seite Tochter Lilli. „When christmas comes to town“ aus dem Film „Polarexpress“ und „Santa Claus is coming to town“ verzauberte die Konzertbesucher. Zum Finale stimmten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem 25-köpfigen Orchester und dem Publikum Michael Jacksons Hymne „We are the world“ an . Ein schönes musikalisches Signal für das verbindende der Menschheit über alle Grenzen. Der transatlantische Austausch den die Brücke in der Zusammenarbeit mit dem VDAC betreibt, ist dafür von wichtiger Bedeutung, verdeutlichte Schmidt in seines Dankesworten am Ende. Besonders erwähnte er dabei die zahlreichen Helfer und Unterstützter. So gehörten unter anderem der Präsident der Kulturorganisation INTERKULTUR mit Günter Titsch und INTERKULTUR China, Wang Qin, BILL Event mit Richard Stoiß, BIEBER Marburg mit Sven Bieber, Auto Häuser mit Gerhold Häuser und die Volksbank Mittelhessen mit dem Generalbevollmächtigten Dr. Lars Witteck zu den Unterstützern aus der heimischen Region von Winter MUSIC Wonderland. Weiterer Dank galt der Licher Brauerei, der Bäckerei Künkel, der Blumenwerkstatt hoch2, IVV Weinhandel, RG-BOX Kommunikation, Saarbourg Design und dem Team der Volksbank Mittelhessen.

Mitgliederversammlung: DIE BRÜCKE wählt Beständigkeit

Wachstum bei Mitgliedern – Ehrungen und Vorstandswahlen

GIESSEN/WETZLAR (rg/rge/ger), Mai 2017 –  Alter und neuer Präsident des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar ist Roger Schmidt. Als neue Vizepräsidentin wurde die Gießenerin Petra Bröckmann einstimmig bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen während der Jahresmitgliederversammlung im Hotel Köhler in Gießen gewählt. Sie löste damit Günther Schmadel ab, der für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Ihm wurde für 24 Jahre Arbeit im Vorstand mit Geschenk und Urkunde gedankt, genau so wie für den ausscheidenden Berater Martin Zimmermann für 16 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit. Ehrungen gab es zudem für zwei langjährige Mitglieder. So wurde der Wetzlarer Herbert Zimmermann für 40 Jahre und Sallie Neubrand für 35 Jahre nachträglich mit Urkunde und Geschenk gewürdigt. Schmidt attestierte der Brücke im 66. Jahr in unruhigen weltpolitischen Zeiten weiter Beständigkeit und Verlässlichkeit, die durch steigende Mitgliederzahlen honoriert würden.

In den Berichten konnte der Klub auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Highlights 2016 waren laut Schmidt der etablierte Brücke-Neujahrsempfang mit Staatsminister Dr. Helge Braun, der Besuch im Hauptquartier der US-Army Europe in Wiesbaden beim „Chief of staff“ Brigadegeneral Laubenthal sowie hochrangige Stammtisch-Gäste, wie unter anderem der JLU-Außenpolitik-Experte, Dr. Alexander Reichwein, sowie die Vorsitzende des Innenausschusses des Bundesrates, Prof. Dr. Petra Kolmer. Gesellschaftlich veranstaltete man das Sommer-BBQ, das Thanksgiving-Dinner und war Ausrichter des Internationalen Weihnachtsliedersingens der Partnerschaftsvereine in Wetzlar mit großer Beteiligung. Besichtigungstouren unternahm man beispielsweise in die Unterwelten von Wetzlar, wanderte auf den Spuren der Römer rund um Arnsburg und besuchte den Laubacher „Nachtwächter Heinrich und allerlei Volk“. Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel informierte, dass Patric Joseph Ellsworth wieder nach seinen zwei Semestern an der JLU in den USA zurückgekehrt ist. Samantha Rose Serratore von der University of Delaware ist die neue BRÜCKE-Studentin, die sich gut in Gießen eingelebt hat und hervorragend Deutsch spricht. Von deutscher Seite hat Janina Böcher ein VDAC-Stipendium erhalten und ist zum 10-monatigen Studium in den USA. Rechner Fritz Hoßbach informierte über eine gesunden Kassenlage. So konnte der Klub wieder einen vierstelligen Eurobetrag für die Jugendarbeit und den Studentenaustausch zur Verfügung stellen. Erfreulichen Brücke-Zuwachs gegen den allgemeinen Trend gab es nochmal bei den Mitgliederzahlen im Jahr 2016, die damit auf 115 (plus 6) gestiegen sind. Nahezu 800 Gäste konnten bei den 32 Veranstaltungen im Vorjahr begrüßt werden.

Bei den Vorstandswahlen wurde neben den beiden Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann als Schatzmeister Fritz Hoßbach und Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel einstimmig wieder gewählt. Schriftführerin ist neu Stefanie Vera Müller sowie als Beisitzerin Gabriele Stephan. Als Ausschussmitglieder wurden Evelyn Schmadel, Volker Stephan, Christiane Jung (alle Social Events), Thomas Leiser, Helmut Ott (beide German-American-Affairs), Herbert Zimmermann (Wetzlar) sowie Günther Schmadel (Berater) von der Versammlung einstimmig ernannt. Kassenprüfer sind Nicole Heppner und Jürgen Gemmer sowie als Ersatz Inge Kreiling. Am Ende der Versammlung kündigte Schmidt die dritte Auflage der Benefizkonzert-Reihe „We are the world“ für das Ende des Jahres an. Als nächste Veranstaltung findet am 25. Juni das beliebte Sommer-BBQ statt.

Kommissar Henneberg, viele Schafe und eine Tote

Die Brücke-Mitglieder Ingrid Kreiling (links) und Gabi Stephan (Mitte) ließen die Wetterauer Krimi-Autorin Jule Heck (rechts) in das Brücke-Gästebuch eintragen.

GIESSEN/WETZLAR (rg), März 2017,
Der Wetterauer Kommissar Henneberg und seine Kollegin Cosima vom K10 in Friedberg hatten es diesmal nicht nur mit allerlei Schafen zu tun, sondern viel mehr mit einem handfesten Mord. Die Autorin Jule Heck war zu einer Lesung ihrer Krimihelden zum Brücke-Stammtisch im März in das Hotel Köhler nach Gießen gekommen. Dabei entführte sie die Zuhörer in die Welt der Kriminalität, das mit zahlreichen bekannten Persönlichkeiten, Orten und Landschaften gespickt war. „Schönes Biest – Tod im Schatten der Burg“ heißt ihr jüngstes Werk, dass sie mitgebracht hatte. Da dabei auch noch der Rauhaardackel Erdmann eine entscheidende Rolle spielte und das noch in unserer nahen Heimat, faszinierte die Brücke-Mitglieder um so mehr. Das spannende Ende mit der Lösung des Falls blieb allerdings offen. Da dürfen die Zuhörer noch selber lesen. Ein Dankeschön ging an die bekannte Autorin Jule Heck aus Münzenberg für diesen spannenden Krimi-Abend. 

BBQ mit Stars and Stripes und Schwarz, Rot, Gold

GIESSEN – FERNWALD – Juni 2016 – In der Steinbacher Kleintierzuchtanlage hatten sich die Brücke-Mitglieder wie in den letzten beiden Jahren zum klassischen Sommer BBQ getroffen. Neben Steaks und Würstchen gab es gespendete Salate und ein großes Küchenbüfett. Die ganze Anlage war passend zum deutsch-amerikanischen Grilltreffen mit Stars and Stripes und in Schwarz, Rot, Gold dekoriert. Verabschiedet wurde unser US-Student Patrick Elsworth. Ihm wurde ein Shirt der Justus-Liebig-Universität Gießen als Andenken für sein Jahr in Mittelhessen überreicht. Präsident Roger Schmidt und Studentenbeauftragten Kerstin Ruppel wünschten ihm viel Erfolg bei seinem weiteren Studium im Oberlin College in Ohio. Applaus gab es zu dem reichlich für den freundlichen jungen US-Amerikaner, der zahlreiche neue Freunde in Deutschland gefunden hat. Vor seiner Rückreise in die Staaten besucht er noch einmal eine europäische Metropole mit der spanischen Stadt Barcelona. Damit erfüllt er sich einen Traum.

 Einblick in das neue Hauptquartier der U.S.-Army in Europa

Brücke-Besuch in Wiesbaden

sBrücke_Wiesbaden_2016_GruppeGIESSEN-WETZLAR-WIESBADEN (rge), Mai 2016 – Eine 48-köpfige Reisegruppe des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar war dieser Tage zu Gast im neuen Hauptquartier der U.S.-Army in Europa (USAREUR) in Wiesbaden. Begrüßt wurden die mittelhessischen Gäste vom „Chief of staff“, Brigadegeneral Markus T. Laubenthal in der Lucius D. Clay-Kaserne. Neben der Besichtigung des Army-Museums stand eine Stippvisite des neuen Mission Command Center im General John M. Shalikashvili-Gebäude auf dem Plan. Als erster Bundeswehroffizier wurde Laubenthal als Chef des Stabes des Oberkommandierenden vom USAREUR-Oberbefehlshaber, Lieutenant General Donald M. Campbell Jr., berufen, erfuhren die Brücke-Besucher. Eine besondere Ehre und Vertrauensbeweis in die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, wie Laubenthal in seinem Vortrag unter dem Titel „Strong Europe – Starkes Europa“ zu seiner Berufung hervor hob. Damit unterstehen ihm persönlich und organisatorisch 800 Soldatinnen und Soldaten des Stabes der U.S.-Army Europe. Zudem unterstützt er den Oberbefehlshaber bei der Integration in die NATO- und anderen Partner bei der USAREUR. Die Herausforderungen sind komplexer geworden angesichts von Bedrohungen, die auch in Europa wieder größer geworden sind.

sBrücke_Wiesbaden_2016_GSie erfordern entsprechende Maßnahmen in den Planungen, denen sich das Militär zum Schutz ihrer Partner, aktuell besonders der baltischen Staaten und deren südöstlichen Nachbarn stellen würden, betonte er. Nach dem Vortrag und einer Rundfahrt durch das Kasernengelände stand noch die Besichtigung des Airfields, mit den dort stationierten Black Hawk-Hubschraubern und den Flugzeugen auf dem Plan. Abschließend ging es weiter zu Kaffee und Kuchen auf die benachbarte Hofgut-Domäne Mechthildhausen, bevor es nach einem überaus sonnigen Tag mit vielen Informationen zurück nach Mittelhessen ging. Gedankt wurde dabei besonders den amerikanischen und deutschen Gastgebern in Wiesbaden, sowie Vorstandsmitglied Petra Bröckmann, die für DIE BRÜCKE den Besuch organisiert hatte.sBrücke_Wiesbaden_2016_F

Reaktivierung der Partnerschaft mit Waterloo im Visier

Ehrungen beim Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE

Präsident Roger Schmidt (rechts) ehrte vlnr. Inge Grüning (30 Jahre), Evelyn und Günter Schmadel, Gabriele und Volker Stephan sowie Heinz-Dieter und Mede Rink ( alle 25 Jahre) für ihre Treue zum Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler
Präsident Roger Schmidt (rechts) ehrte vlnr. Inge Grüning (30 Jahre), Evelyn und Günter Schmadel, Gabriele und Volker Stephan sowie Heinz-Dieter und Mede Rink ( alle 25 Jahre) für ihre Treue zum Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler

GIESSEN-WETZLAR/Mittelhessen (rge), APRIL 2016 – Ein Rückblick auf die 65 Jahrfeier 2015 sowie Ehrungen langjähriger, treuer Mitglieder standen im Mittelpunkt der Jahresmitgliederversammlung des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler in der Universitätsstadt Gießen. Zudem ging es um die Zukunft des transatlantischen Klubs, der mittlerweile 113 Mitglieder zählt und damit den Einschnitt durch den Abzug der US-Amerikaner aus Mittelhessen im Jahr 2008 in seinen Mitgliederzahlen mehr als wett gemacht hat. Dazu informierte Brücke-Präsident Roger Schmidt über die geplanten Aktivitäten in den nächsten Jahren. So soll die in der Satzung verankerte Pflege der Partnerschaft mit Waterloo/USA in den nächsten Jahren mit neuen Maßnahmen reaktiviert werden und das besonders im Hinblick im Austausch für junge Menschen. Dazu werden intensive Gespräche mit möglichen Partnern aus Bildung, Wirtschaft, Kultur und Politik dies und jenseits des Atlantiks geführt werden, kündigte er an.

 

Nach der Verabschiedung des Protokolls 2015 von Schriftführerin Petra Bröckmann, erinnerte Schmidt in seinem Geschäftsbericht an die zahlreichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr. So waren beim monatlichen Stammtisch neben der Stadttheater-Direktorin Cathérine Miville unter anderem auch der ehemalige Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, der deutsche Biophysiker Prof. Dr. Joachim Breckow sowie die Hinterländer Mountainbiker prominente Gäste. Weitere Themen waren Berichte über Vietnam, den Kongo sowie über die gesunde Vegane Küche. Die Studenten Dominik Jung (Gießen), Allison Haskins (USA) und Carina Thomys (Marburg) berichteten über ihre Erfahrungen während ihres transatlantischen Studentenaustausches. Höhepunkt war die Brücke-Jubiläumsfeier unter dem Titel „American Magic in Mittelhessen“ unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dietlind Grabe-Bolz im Oktober im Bürgerhaus Kleinlinden mit zahlreichen Gästen aus den USA und Deutschland. Veranstaltungen mit Wanderungen, einem Sommer-BBQ und dem traditionellen Goose-Dinner kamen bei den Mitgliedern an. Bei den 39 Brücke-Veranstaltungen konnten 800 Gäste über das Jahr begrüßt werden, bilanzierte er.

 

Rechner Fritz Hoßbachh konnte von einem positiven Kassenergebnis berichten. Ihm bescheinigten die Prüfer Klaus Leske und Hans Leyerer eine einwandfreie Arbeit, der die einstimmige Entlastung folgte. Neue Kassenprüfer sind neben Hans Leyerer, Nicole Heppner und als Ersatz Jürgen Gemmer.

 

Bei den Ehrungen wurde für 30 Jahre Inge und Siegfried Grüning mit Urkunde und Geschenk gedankt. Inge Grüning war zudem viele Jahre im Vorstand für den Bereich Wetzlar aktiv gewesen und ist nicht nur mit ihren beliebten Kochkursen eine bekannte Institution mit viel Herz, würdigte Schmidt die Wetzlarerin. Heinz-Dieter und Mede Rink (Gladenbach), Evelyn und Brücke-Vizepräsident Günther Schmadel sowie Gabriele und Volker Stephan (Grünberg) wurden für 25 Jahre Brücke-Treue gewürdigt. Die Familien Schmadel und Stephan sind ebenfalls schon seit vielen Jahren im Vorstand aktiv und organisieren dabei unter anderem die als „Social Events“ bezeichneten Veranstaltungen. In Abwesenheit wurde Rüdiger Schmidt (25 Jahre) sowie Ralf Bramesfeld, Barbara und R. Christian Rathe, Knut J. Steinbach, Edelgard und Dr. Klaus Werding sowie dem Vorstandsmitglied für den Bereich Wetzlar, Herbert Zimmermann, Dank und Anerkennung ausgesprochen.

 

In diesem Jahr plant die Brücke für den 29. April einen Ausflug nach Wiesbaden zu den US-Amerikanern. Die strikte Trennung von Staat und Kirche einerseits, religiöser Fanatismus anderseits thematisiert Pfarrer Daniel Happel beim Vortrag beim Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen am Mittwoch, den 4. Mai um 19.30 Uhr. In der warmen Jahreszeit unternimmt man am 22. Mai eine Frühlings-Wanderung entlang der Ohm mit der „Schächerbachtour“ und am 19. Juni lädt man zum amerikanischen Sommer-BBQ in Steinbach ein, informierte Schmidt über kommende Brücke-Termine. Weitere Informationen unter www.dac-bruecke.de.

Staatsminster Braun: „Europa muss zusammenhalten“

Brücke-Neujahrsempfang mit prominenten Gästen 

Der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB, bei seiner Rede während des Brücke-Neujahrsempfangs im Hotel Köhler
Der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB, bei seiner Rede während des Brücke-Neujahrsempfangs im Hotel Köhler

GIESSEN-WETZLAR (rg/rge/ger), Der große Hochzeitssaal im Hotel Köhler in Gießen war beim traditionellen Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar bis auf den letzten Platz besetzt. Ehrengast dieses Gesellschaftsereignisses in Gießen war diesmal der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB. Die Gäste, darunter auch Vize-Landtagspräsident Wolfgang Greilich, der aus Berlin angereiste Präsident des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Klubs Jacob Schrot, der Gießener Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, der Wetzlarer Stadtrat Karl-Heinz Kräuter und weitere Gäste von Bundeswehr, befreundeten Partnerschaftsclubs, Vereinen und Hilfsorganisationen hörten aufmerksam zu was der Minister für neue Informationen aus der Bundeshauptstadt unter dem Titel „Deutschlands Herausforderungen 2016“ mitgebracht hatte. Musikalisch unterhielt die Sängerin und Songwriterin Eva Saarbourg mit den ihr eigenen Liedern für Herz und Seele die Gäste.

Brücke-Präsident Roger Schmidt ging in seiner Begrüßung unter anderem auf die aktuell anhaltende Flüchtlingsbewegung ein. Der Euphorie vom vergangenen Sommer folge teilweise die Ernüchterung, sei angesichts der nicht zurückgehenden Flüchtlingszahlen und Ereignisse zu beobachten. Die Politik suche noch nach den richtigen Antworten. Europa müsse nun den Weg von einer wirtschaftlichen Interessengemeinschaft hin zur politischen Gemeinsamkeit finden, um dies alles zu meistern. Ein Ruck zu extremen Meinungen sei zu verzeichnen. Sorgen müssten ernst genommen werden. „Eine Demokratie muss streitbar sein. Gerade dann, wenn es um den Bestand und den Frieden des Gemeinwesens gehe, müssten deren Vertreter mutige und manchmal auch unpopuläre Entscheidungen treffen, sagte er und appellierte an die Einigkeit der Handelnden in Berlin und Brüssel mit einer klugen Politik.

Gespräche in netter Runde beim Brücke-Neujahrsempfang 2016
Gespräche in netter Runde beim Brücke-Neujahrsempfang 2016

Staatsminister Braun erinnerte in seiner Rede an die gemeinsam gemeisterte Herausforderungen nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung Deutschlands. Unser Land stehe bis heute auf einem stabilen wirtschaftlichen Fundament. Die Entwicklungen verliefen allerdings heute rasant. Sei im Juni 2015 noch Griechenland das Thema Nummer Eins bei den Bürgern gewesen, wurde es durch die Flüchtlinge abgelöst. Dabei betonte er die langen politischen Linien, die einen guten Kompass in der Regierungsführung benötigen würden. „Unsere Kinder sollen die heutigen Entscheidungen in 50 Jahren positiv bewerten.“ unterstrich er die Motivation daraus. Deutschland solle auch dann noch im Wohlstand und Freiheit leben. Europa spiele dabei eine entscheidende Bedeutung. Deutschland sei im Vergleich mit seinen 80 Millionen Einwohnern zu den Globalplayern, wie China, Indien und den USA „winzig“. Internet-Giganten, wie Google versuchen aktuell selbstfahrende Autos zu entwickeln. „Wenn wir nicht schneller sind, dann geht es uns wie Nokia, das nach der Marktführerschaft auf dem Handymarkt heute keine Rolle mehr spielt.“, mahnte er. Der deutsche Mittelstand müsse seine Kräfte vernetzen und bündeln, um damit seine eigenständige digitale Welt für die Märkte schaffen zu können. Den 450 Millionen Einwohnern Europas, die rund 20 Sprachen sprechen, stehen zudem große einheitliche Märkte mit Indien und China gegenüber, die jeweils alleine weit über 1 Milliarde Menschen beheimaten. Große Handelszonen entstehen dort bereits. Europa müsse zusammen halten und den richtigen Punkt bei Entscheidungen treffen. „Es kann dabei nicht um die richtige Krümmung einer Banane gehen.“ Die Angst vieler Deutscher vor dem Freihandelsabkommen mit den USA wolle er daher nehmen. Und auch die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten der USA habe eine wichtige Dimension, denn ohne diese Zusammenarbeit hätte es schon einen großen Anschlag in unserer Heimat gegeben, erinnerte er an die aufgedeckte Sauerland-Gruppe, die Anschläge in einer größeren Dimension als in Paris geplant hätte. „Wir brauchen diese Zusammenarbeit für unsere Sicherheit.“ Das Engagement Deutschlands mit den Bundeswehr-Tornados in Syrien zeige, dass sich auch im militärischen Einsatzbereich viel verändere. Jedes Land trage in diesem vernetzten Sicherheitskonzept mit seinen Fähigkeiten, wie im Kampf gegen IS, zum angestrebten Erfolg bei. Auch die Außenpolitik verändere sich. Die USA als wichtigster transatlantischer Partner werden nach wie vor gebraucht, mit der deutsch-amerikanischen Freundschaft als Grundlage. Mit den NATO-Partnern wolle man die Schlepperkriminalität bekämpfen, mit dem Ziel der Reduzierung der Flüchtlinge.

Das eine Integration von Migranten weitgehend gelingen kann, dafür warb der VDAC-Präsident Jacob Schrot mit dem Beispiel der USA. Dort habe man zwar einiges falsch aber vieles richtig gemacht und dabei gelernt trotz verschiedener Religionen und Ansichten in einer Gemeinschaft voneinander zu lernen und miteinander zu leben. Seine Empfehlung zur Konstante des Wandels der Gesellschaft: Nicht ängstlich, viel mehr den Wandel gestalten, weil man sich selbst dazu entschieden habe.

Brücke spendet für Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen

Vietnam-Vortrag beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler

Die Leiterin Beate Steinmüller (2.vl) und Angelika Ortmann (rechts daneben) vom Familienzentrum für krebskranke Kinder freuen sich über die Spende in Höhe von 300 Euro vom Deutsch-Amerikanischen Klub "Die Brücke" Gießen-Wetzlar, die Präsident Roger Schmidt und Evelyn Schmadel beim Mai-Stammitsch im Hotel Köhler in Gießen übergeben konnten
Die Leiterin Beate Steinmüller (2.vl) und Angelika Ortmann (rechts daneben) vom Familienzentrum für krebskranke Kinder freuen sich über die Spende in Höhe von 300 Euro vom Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar, die Präsident Roger Schmidt und Evelyn Schmadel beim Mai-Stammitsch im Hotel Köhler in Gießen übergeben konnten

GIESSEN-WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar, der in diesem Jahr seinen 65. Gründungsgeburtstag feiern kann, gab es nicht nur einen interessanten Vortrag zum aktuellen Thema „Good morning, Vietnam! – 40 Jahre Frieden – Aufbruch mit Kultur“ sondern auch finanzielle Unterstützung in Form einer Spende in Höhe von 300 Euro für das Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen.

 

Im Hotel Köhler konnten dieser Tage deren Hausleiterin Beate Steinmüller und ihre Mitarbeiterin Angelika Ortmann die Spende von Brücke-Präsident Roger Schmidt und der für Social Events zuständigen Brücke-Aktiven, Evelyn Schmadel entgegennehmen. Die beiden im Familienzentrum engagierten Frauen warben vor den Brücke-Mitgliedern für ihre Hilfseinrichtung, die in einem Haus in der Friedrichstraße 30 beheimatet ist. Schon in der Vergangenheit hatte die Brücke das Familienzentrum finanziell unterstützt. Auch waren Mitglieder, wie die Familie Schulz, viele Jahre dort persönlich aktiv. 10 Familien werden dort derzeit beherbergt, während die erkrankten Kinder in der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum behandelt werden, wurde informiert. Die Anwesenheit von Mama und Papa hilft den Kindern beim Behandlungsprozess sehr, so die Leiterin. Drei Mitarbeiterinnen sorgen dann für die Familien, die nicht nur aus Deutschland sondern beispielsweise bis aus Neuseeland nach Gießen zur Behandlung ihrer Kinder anreisen. Sie dankten den Brücke-Mitgliedern für die Unterstützung. Bei dem sich an die Spendenübergabe anschließenden Stammtisch-Vortrag informierte Brücke-Präsident Roger Schmidt über Kultur und Leben in Vietnam. Dabei zog er einen geschichtlichen Bogen vom damaligen Kriegsende des Vietnam-Krieges am 30. April 1975 mit dem Abzug der letzten US-Truppen aus Saigon, der darauf folgenden nationalen Vereinigung von Vietnam, der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA im Jahr 1995 und der darauf folgenden wirtschaftlichen und kulturellen Öffnung, die bis heute nicht abgeschlossen ist.