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Staatsminster Braun: „Europa muss zusammenhalten“

Brücke-Neujahrsempfang mit prominenten Gästen 

Der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB, bei seiner Rede während des Brücke-Neujahrsempfangs im Hotel Köhler
Der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB, bei seiner Rede während des Brücke-Neujahrsempfangs im Hotel Köhler

GIESSEN-WETZLAR (rg/rge/ger), Der große Hochzeitssaal im Hotel Köhler in Gießen war beim traditionellen Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar bis auf den letzten Platz besetzt. Ehrengast dieses Gesellschaftsereignisses in Gießen war diesmal der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun MdB. Die Gäste, darunter auch Vize-Landtagspräsident Wolfgang Greilich, der aus Berlin angereiste Präsident des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Klubs Jacob Schrot, der Gießener Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, der Wetzlarer Stadtrat Karl-Heinz Kräuter und weitere Gäste von Bundeswehr, befreundeten Partnerschaftsclubs, Vereinen und Hilfsorganisationen hörten aufmerksam zu was der Minister für neue Informationen aus der Bundeshauptstadt unter dem Titel „Deutschlands Herausforderungen 2016“ mitgebracht hatte. Musikalisch unterhielt die Sängerin und Songwriterin Eva Saarbourg mit den ihr eigenen Liedern für Herz und Seele die Gäste.

Brücke-Präsident Roger Schmidt ging in seiner Begrüßung unter anderem auf die aktuell anhaltende Flüchtlingsbewegung ein. Der Euphorie vom vergangenen Sommer folge teilweise die Ernüchterung, sei angesichts der nicht zurückgehenden Flüchtlingszahlen und Ereignisse zu beobachten. Die Politik suche noch nach den richtigen Antworten. Europa müsse nun den Weg von einer wirtschaftlichen Interessengemeinschaft hin zur politischen Gemeinsamkeit finden, um dies alles zu meistern. Ein Ruck zu extremen Meinungen sei zu verzeichnen. Sorgen müssten ernst genommen werden. „Eine Demokratie muss streitbar sein. Gerade dann, wenn es um den Bestand und den Frieden des Gemeinwesens gehe, müssten deren Vertreter mutige und manchmal auch unpopuläre Entscheidungen treffen, sagte er und appellierte an die Einigkeit der Handelnden in Berlin und Brüssel mit einer klugen Politik.

Gespräche in netter Runde beim Brücke-Neujahrsempfang 2016
Gespräche in netter Runde beim Brücke-Neujahrsempfang 2016

Staatsminister Braun erinnerte in seiner Rede an die gemeinsam gemeisterte Herausforderungen nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung Deutschlands. Unser Land stehe bis heute auf einem stabilen wirtschaftlichen Fundament. Die Entwicklungen verliefen allerdings heute rasant. Sei im Juni 2015 noch Griechenland das Thema Nummer Eins bei den Bürgern gewesen, wurde es durch die Flüchtlinge abgelöst. Dabei betonte er die langen politischen Linien, die einen guten Kompass in der Regierungsführung benötigen würden. „Unsere Kinder sollen die heutigen Entscheidungen in 50 Jahren positiv bewerten.“ unterstrich er die Motivation daraus. Deutschland solle auch dann noch im Wohlstand und Freiheit leben. Europa spiele dabei eine entscheidende Bedeutung. Deutschland sei im Vergleich mit seinen 80 Millionen Einwohnern zu den Globalplayern, wie China, Indien und den USA „winzig“. Internet-Giganten, wie Google versuchen aktuell selbstfahrende Autos zu entwickeln. „Wenn wir nicht schneller sind, dann geht es uns wie Nokia, das nach der Marktführerschaft auf dem Handymarkt heute keine Rolle mehr spielt.“, mahnte er. Der deutsche Mittelstand müsse seine Kräfte vernetzen und bündeln, um damit seine eigenständige digitale Welt für die Märkte schaffen zu können. Den 450 Millionen Einwohnern Europas, die rund 20 Sprachen sprechen, stehen zudem große einheitliche Märkte mit Indien und China gegenüber, die jeweils alleine weit über 1 Milliarde Menschen beheimaten. Große Handelszonen entstehen dort bereits. Europa müsse zusammen halten und den richtigen Punkt bei Entscheidungen treffen. „Es kann dabei nicht um die richtige Krümmung einer Banane gehen.“ Die Angst vieler Deutscher vor dem Freihandelsabkommen mit den USA wolle er daher nehmen. Und auch die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten der USA habe eine wichtige Dimension, denn ohne diese Zusammenarbeit hätte es schon einen großen Anschlag in unserer Heimat gegeben, erinnerte er an die aufgedeckte Sauerland-Gruppe, die Anschläge in einer größeren Dimension als in Paris geplant hätte. „Wir brauchen diese Zusammenarbeit für unsere Sicherheit.“ Das Engagement Deutschlands mit den Bundeswehr-Tornados in Syrien zeige, dass sich auch im militärischen Einsatzbereich viel verändere. Jedes Land trage in diesem vernetzten Sicherheitskonzept mit seinen Fähigkeiten, wie im Kampf gegen IS, zum angestrebten Erfolg bei. Auch die Außenpolitik verändere sich. Die USA als wichtigster transatlantischer Partner werden nach wie vor gebraucht, mit der deutsch-amerikanischen Freundschaft als Grundlage. Mit den NATO-Partnern wolle man die Schlepperkriminalität bekämpfen, mit dem Ziel der Reduzierung der Flüchtlinge.

Das eine Integration von Migranten weitgehend gelingen kann, dafür warb der VDAC-Präsident Jacob Schrot mit dem Beispiel der USA. Dort habe man zwar einiges falsch aber vieles richtig gemacht und dabei gelernt trotz verschiedener Religionen und Ansichten in einer Gemeinschaft voneinander zu lernen und miteinander zu leben. Seine Empfehlung zur Konstante des Wandels der Gesellschaft: Nicht ängstlich, viel mehr den Wandel gestalten, weil man sich selbst dazu entschieden habe.

Brücke spendet für Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen

Vietnam-Vortrag beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler

Die Leiterin Beate Steinmüller (2.vl) und Angelika Ortmann (rechts daneben) vom Familienzentrum für krebskranke Kinder freuen sich über die Spende in Höhe von 300 Euro vom Deutsch-Amerikanischen Klub "Die Brücke" Gießen-Wetzlar, die Präsident Roger Schmidt und Evelyn Schmadel beim Mai-Stammitsch im Hotel Köhler in Gießen übergeben konnten
Die Leiterin Beate Steinmüller (2.vl) und Angelika Ortmann (rechts daneben) vom Familienzentrum für krebskranke Kinder freuen sich über die Spende in Höhe von 300 Euro vom Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar, die Präsident Roger Schmidt und Evelyn Schmadel beim Mai-Stammitsch im Hotel Köhler in Gießen übergeben konnten

GIESSEN-WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar, der in diesem Jahr seinen 65. Gründungsgeburtstag feiern kann, gab es nicht nur einen interessanten Vortrag zum aktuellen Thema „Good morning, Vietnam! – 40 Jahre Frieden – Aufbruch mit Kultur“ sondern auch finanzielle Unterstützung in Form einer Spende in Höhe von 300 Euro für das Familienzentrum für krebskranke Kinder Gießen.

 

Im Hotel Köhler konnten dieser Tage deren Hausleiterin Beate Steinmüller und ihre Mitarbeiterin Angelika Ortmann die Spende von Brücke-Präsident Roger Schmidt und der für Social Events zuständigen Brücke-Aktiven, Evelyn Schmadel entgegennehmen. Die beiden im Familienzentrum engagierten Frauen warben vor den Brücke-Mitgliedern für ihre Hilfseinrichtung, die in einem Haus in der Friedrichstraße 30 beheimatet ist. Schon in der Vergangenheit hatte die Brücke das Familienzentrum finanziell unterstützt. Auch waren Mitglieder, wie die Familie Schulz, viele Jahre dort persönlich aktiv. 10 Familien werden dort derzeit beherbergt, während die erkrankten Kinder in der Kinderkrebsstation im Universitätsklinikum behandelt werden, wurde informiert. Die Anwesenheit von Mama und Papa hilft den Kindern beim Behandlungsprozess sehr, so die Leiterin. Drei Mitarbeiterinnen sorgen dann für die Familien, die nicht nur aus Deutschland sondern beispielsweise bis aus Neuseeland nach Gießen zur Behandlung ihrer Kinder anreisen. Sie dankten den Brücke-Mitgliedern für die Unterstützung. Bei dem sich an die Spendenübergabe anschließenden Stammtisch-Vortrag informierte Brücke-Präsident Roger Schmidt über Kultur und Leben in Vietnam. Dabei zog er einen geschichtlichen Bogen vom damaligen Kriegsende des Vietnam-Krieges am 30. April 1975 mit dem Abzug der letzten US-Truppen aus Saigon, der darauf folgenden nationalen Vereinigung von Vietnam, der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA im Jahr 1995 und der darauf folgenden wirtschaftlichen und kulturellen Öffnung, die bis heute nicht abgeschlossen ist.

Gießener Allgemeine liegt vorne

GIESSEN, Die Gießener Allgemeine ist die populärste und auflagenstärkste Zeitung in Stadt und Landkreis Gießen. Diese Information erhielten Mitglieder der Brücke im September bei der Führung durch das Pressehaus in der Marburger Straße. Dabei wurden sie über die moderne Druckerei informiert, in dem innerhalb kürzester Zeit nicht nur die heimische Tageszeitung sondern auch überregional bedeutende Titel gedruckt werden. Zuvor hatten sie in einem Vortrag mehr über die Redaktionsarbeit und die Produkte aus dem Medien-Haus des Familienunternehmens Rempel erfahren. Im Anschluss ging es in das Restaurant Croatica.

BRÜCKE-Abschied: US-Studentin aus Ohio wird deutsche Kultur und Fachwerk vermissen

Shannon Wilson geht zurück nach Amerika

Brücke-Verabschiedung in die USA! Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte, links), Roger Schmidt (Präsident) und Vize Günther Schmadel (rechts) verabschiedeten beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen die US-Studentin, Shannon Wison und schenkten ihr zur Erinnerung ein JLU-Shirt.
Brücke-Verabschiedung in die USA! Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte, links), Roger Schmidt (Präsident) und Vize Günther Schmadel (rechts) verabschiedeten beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen die US-Studentin, Shannon Wison und schenkten ihr zur Erinnerung ein JLU-Shirt.

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Juli 2014, Im vergangenen Oktober 2013 kam die US-Amerikanerin Shannon Wilson durch ein VDAC-Stipendium des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar als Austauschstudentin an die Justus-Liebig-Universität Gießen. Am Ende ihres 10-monatigen Aufenthalts sagte sie beim letzten Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen zu den Mitgliedern und neuen Freunden in der Universitätsstadt„Good Bye!“. Dabei berichtete sie von ihren Eindrücken und ihre Erfahrungen als US-Amerikanerin in Deutschland sowie an der Universität als Studentin. BRÜCKE-Abschied: US-Studentin aus Ohio wird deutsche Kultur und Fachwerk vermissen weiterlesen

BRÜCKE-Neujahrsempfang: Geometrische Verwandlungen mit Humor

Ehrengast Prof. Beutelspacher – Thema der Neujahrsansprache „Vertrauen“

Beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" Gießen-Wetzlar faszinierte der Direktor des Mathematikums, Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher im Hotel Köhler in Gießen die Gäste
Beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar faszinierte der Direktor des Mathematikums, Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher im Hotel Köhler in Gießen die Gäste

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Dass die Wissenschaften der Mathematik mit den Lehren von Phytagoras & Co. durchaus unterhaltsam sind, bewies Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher am Mittwochabend einmal mehr beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar. Noch nie waren so viele Gäste zum Brücke-Empfang in das Hotel Köhler gekommen, darunter Gießens Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz (SPD), der FDP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Greilich, Wetzlars Stadtrat Amin Moawd (Grüne/Bündnis 90), und CDU-Ortsverbandschef Stefan Görnert gekommen. Insgesamt mehr als 60 Gäste lauschten gebannt dem Direktor des Mathematikums bei seinen Rechendemonstrationen und beobachteten die zauberhaften geometrischen Verwandlungen von Kreisen zum Quadrat und Rechtecken zum Ball. Passend stimmte die Pohlheimer A capella -Männerformation „Fünfklang“ mit Leiter Matthias Hampel musikalisch unter anderem mit „Ein Freund, ein guter Freund“ und „King of the road“ sich passende in dieses Bild eines unterhaltsamen Jahresstarts ein.

 

Brücke-Präsident Roger Schmidt ging in seiner Begrüßung auf die Bedeutung von „Vertrauen“ im friedlichen Zusammenleben von Menschen ein. „Wer heute massenhaft Daten über unbescholtene BürgerInnen sammelt, sie belauscht und abhört, braucht sich nicht zu wundern, über das laut fragende Echo in aller Welt.“ Viel mehr brauche man ein mehr an Vertrauen in unserer Wertegemeinschaft und es gelte die Hand auszustrecken, sagte Schmidt „Nicht hinter jeder Hecke sitzt der Feind.“ Um die Herausforderungen dieser Welt zu überdauern, seien Weitsicht, Klugheit und Sensibilität nötig. Die Brücke ist und bleibe den transatlantischen Beziehungen verpflichtet. Gerade im Jugend- und Studentenaustausch würden Verbindungen geschaffen, die unschätzbares Vertrauen von Menschen und für Menschen schaffen . Shannon Wilson aus den USA besucht in diesem Jahr die Justus-Liebig-Universität. Aus Deutschland gehen bald Carina Tomys und Stephanie Diehl zum Studium in die Vereinigten Staaten. Schmidt bezeichnete die drei jungen Frauen als ausgezeichnete Botschafterinnen ihrer Länder. Und auch die Brücke-Benefizkonzert-Reihe „We are the world“ habe in diesem Jahr wieder einiges für die Gemeinschaft bewegt. So seihen 2.800 Euro für die Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Gießen, den transatlantischen Jugend- und Studentenaustausch sowie für für die Flutopfer auf den Philippinnen an das DRK eingespielt worden, die in den kommenden Tagen übergeben werden. 200 Zuschauer, rund 60 Sängerinnen und Sänger, Sponsoren mit der Volksbank Mittelhessen an der Spitze, die Stadt Gießen und die Hilfsorganisationen hätten großes Vertrauen in das Brücke-Engagement gehabt, so Schmidt. „Ich kann heute sagen, wir haben sie nicht enttäuscht.“

 

Das Papier, Kleber und eine Schere reichen, um aus gelben Papierstreifen zunächst zwei Kreise und daraus dann einen quadratischen Rahmen zu kreieren, war dann auch nur einer der wundersamen Vorstellungen von Prof. Beutelspacher bei seinem humorvollen Vortrag. Damit machte er Beste Werbung für das Mathematikum Gießen und die Wissenschaft. Viel Applaus war das Resultat an diesem Abend beim diesjährigen Brücke-Neujahrsempfang für Beutelspacher als auch die fünf Sänger von „Fünfklang“.