BRÜCKE-Neujahrsempfang: Geometrische Verwandlungen mit Humor

Ehrengast Prof. Beutelspacher – Thema der Neujahrsansprache „Vertrauen“

Beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" Gießen-Wetzlar faszinierte der Direktor des Mathematikums, Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher im Hotel Köhler in Gießen die Gäste
Beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar faszinierte der Direktor des Mathematikums, Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher im Hotel Köhler in Gießen die Gäste

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Dass die Wissenschaften der Mathematik mit den Lehren von Phytagoras & Co. durchaus unterhaltsam sind, bewies Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Beutelspacher am Mittwochabend einmal mehr beim Neujahrsempfang des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar. Noch nie waren so viele Gäste zum Brücke-Empfang in das Hotel Köhler gekommen, darunter Gießens Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz (SPD), der FDP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Greilich, Wetzlars Stadtrat Amin Moawd (Grüne/Bündnis 90), und CDU-Ortsverbandschef Stefan Görnert gekommen. Insgesamt mehr als 60 Gäste lauschten gebannt dem Direktor des Mathematikums bei seinen Rechendemonstrationen und beobachteten die zauberhaften geometrischen Verwandlungen von Kreisen zum Quadrat und Rechtecken zum Ball. Passend stimmte die Pohlheimer A capella -Männerformation „Fünfklang“ mit Leiter Matthias Hampel musikalisch unter anderem mit „Ein Freund, ein guter Freund“ und „King of the road“ sich passende in dieses Bild eines unterhaltsamen Jahresstarts ein.

 

Brücke-Präsident Roger Schmidt ging in seiner Begrüßung auf die Bedeutung von „Vertrauen“ im friedlichen Zusammenleben von Menschen ein. „Wer heute massenhaft Daten über unbescholtene BürgerInnen sammelt, sie belauscht und abhört, braucht sich nicht zu wundern, über das laut fragende Echo in aller Welt.“ Viel mehr brauche man ein mehr an Vertrauen in unserer Wertegemeinschaft und es gelte die Hand auszustrecken, sagte Schmidt „Nicht hinter jeder Hecke sitzt der Feind.“ Um die Herausforderungen dieser Welt zu überdauern, seien Weitsicht, Klugheit und Sensibilität nötig. Die Brücke ist und bleibe den transatlantischen Beziehungen verpflichtet. Gerade im Jugend- und Studentenaustausch würden Verbindungen geschaffen, die unschätzbares Vertrauen von Menschen und für Menschen schaffen . Shannon Wilson aus den USA besucht in diesem Jahr die Justus-Liebig-Universität. Aus Deutschland gehen bald Carina Tomys und Stephanie Diehl zum Studium in die Vereinigten Staaten. Schmidt bezeichnete die drei jungen Frauen als ausgezeichnete Botschafterinnen ihrer Länder. Und auch die Brücke-Benefizkonzert-Reihe „We are the world“ habe in diesem Jahr wieder einiges für die Gemeinschaft bewegt. So seihen 2.800 Euro für die Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Gießen, den transatlantischen Jugend- und Studentenaustausch sowie für für die Flutopfer auf den Philippinnen an das DRK eingespielt worden, die in den kommenden Tagen übergeben werden. 200 Zuschauer, rund 60 Sängerinnen und Sänger, Sponsoren mit der Volksbank Mittelhessen an der Spitze, die Stadt Gießen und die Hilfsorganisationen hätten großes Vertrauen in das Brücke-Engagement gehabt, so Schmidt. „Ich kann heute sagen, wir haben sie nicht enttäuscht.“

 

Das Papier, Kleber und eine Schere reichen, um aus gelben Papierstreifen zunächst zwei Kreise und daraus dann einen quadratischen Rahmen zu kreieren, war dann auch nur einer der wundersamen Vorstellungen von Prof. Beutelspacher bei seinem humorvollen Vortrag. Damit machte er Beste Werbung für das Mathematikum Gießen und die Wissenschaft. Viel Applaus war das Resultat an diesem Abend beim diesjährigen Brücke-Neujahrsempfang für Beutelspacher als auch die fünf Sänger von „Fünfklang“.

 

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