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„Auf Kurs bleiben für die Menschen“

Deutsch-Amerikanischer Klub DIE BRÜCKE ehrte Mitglieder

DIE BRÜCKE ehrte langjährige Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung 2018

GIESSEN/WETZLAR (rge/ger/rg), 10.04.2018 – Beim Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar konnten in der Jahresmitgliederversammlung die Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann Ehrungen langjähriger Mitglieder vornehmen. So wurden im Hotel Köhler in Gießen Heidrun Kanter für 40 Jahre, Ruth und Dieter Grebe, der Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer, Walter Ludwig und Ida Wagner für 30 Jahre sowie Regina Adam -teilweise in Abwesenheit- Dank und Anerkennung für ihre Klubtreue ausgesprochen. Im Jahresbericht erinnerte Schmidt an den Höhepunkt des vergangenen Jahres mit dem Brücke-Benefizkonzert „Winter MUSIC Wonderland“ mit Orchester, Chören und Solisten im ausverkauften Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen im Dezember. Eine Spende in Gesamthöhe von 5.000 Euro an die Lebenshilfe Gießen sowie für den transatlantischen Jugend- und Studentenaustausch war das schöne Ergebnis gewesen. Gedankt wurde dafür allen Beteiligten und Unterstützern. Zum Jahresprogramm gehörten zudem der Neujahrsempfang mit Generalmajor Markus Laubenthal und in diesem Jahr mit Astronaut Thomas Reiter. Das festliche Goose-Dinner zu Thanksgiving und ein Sommer-BBQ gehörten ebenso zu gesellschaftlichen Ereignissen mit zahlreichen Gästen bei dem 112 Mitglieder zählenden Klubs. Bei den Stammtischen gab es wieder interessante Gäste, wie beispielsweise Schriftstellerin Jule Heck, Prof. Dr. Ulf Sibelius von PalliativPro oder dem Leiter der Musikschule Wetzlar, Thomas Sander. „Auf Kurs bleiben und auf rauer See immer die Menschen zu sehen auf die es ankommt.“ sagte Schmidt im Blick auf aktuelle Ereignisse in der Welt und die transatlantische Verständigung, für die die Brücke auch in Zukunft einstehen werde. Kerstin Ruppel als Studentenbeauftragte informierte danach über das VDAC-Austauschprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene. In diesem Jahr hat die deutsche Studentin Julia Sophie van der Horst das Stipendium für eine US-amerikanische Universität erhalten. Ein amerikanischer Student wird im Sommer wieder in Mittelhessen erwartet. Schatzmeister Fritz Hoßbach konnte von einer guten Kassenlage berichten. Entlastung von der Versammlung gab es auf Vorschlag der Prüfer Nicole Heppner und Jürgen Gemmer einstimmig. Neue Kassenprüfer sind neben Gemmer, Ingrid Kreiling und Martin Zimmermann. Am Ende der Versammlung informierte Schmidt über die bevorstehende Convention (Mitgliederversammlung) des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC). Gastgeberstadt ist dann vom 4. bis 6. Mai. 2018 Wetzlar. In Gesprächen ist man bei der Brücke mit deutschen und US-Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Universitäten zur Etablierung eines Praktika-Programms für junge Erwachsene, die Erfahrungen in renommierten Unternehmen aus Mittelhessen und jenseits des Atlantiks in den USA sammeln wollen, informierte das für Deutsch-Amerikanische Beziehungen mitverantwortliche Brücke-Vorstandsmitglied Helmut Ott. Weitere Infos über DIE BRÜCKE und ihre Aktivitäten im Internet auf www.dac-bruecke.de.

 

Traumhaft! Brücke-Benefizkonzert Winter MUSIK Wonderland verzauberte Gäste

Ausverkauftes Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen
Das Blasorchester des Musikzug Holzheim mit Dirigent Alfred Peppmöller beim Winter MUSIC Wonderland (Foto: Stephan Sieber)

POHLHEIM (rg/rge/ger), Es war ein traumhafter Konzertabend in Gießen für die gute Sache von Kindern und Jugendlichen kurz vor Weihnachten. Regional und Transatlantisch. Für das Benefizkonzert Winter MUSIC Wonderland des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE bildete das farbenfroh illuminierte Forum der Volksbank Mittelhessen dafür die perfekte große Bühne und für drei namhafte Chöre mit Cantamus Gießen (Leiter Axel Pfeiffer), Klangfarben Gießen (Jean Kleeb) und Voice Factory Holzheim (Matthias Hampel), ein klangvolles Blasorchester mit dem Musikzug Holzheim (Alfred Peppmöller) und zwei stimmvolle Sängerinnen mit Aayana Bato und Ingi Fett den passenden  Rahmen. Das alles war von der BRÜCKE für die gute Sache der Kinder- und Jugendarbeit der Lebenshilfe Gießen mit der Inklusion in der Sophie-Scholl-Schule Gießen sowie dem Verband Deutsch-Amerikanischer Klubs (VDAC) bestimmt.

 

Brücke-Präsident Roger Schmidt freute sich so mit Moderatorin und Vize-Präsidentin Petra Bröckmann über ein ausverkauftes Haus im gläsernen Forum. Nach dem instrumentalen Intro „Highland Cathedral“ durch die Orchestermusiker überbrachte Volksbank-Vorstand Dr. Lars Witteck die besten Wünsche an die vielen Besucher. Er würdigte dabei besonders die gerade in diesen Zeiten wichtige Völker verbindende transatlantische Arbeit der Brücke. Seinen Worten folgte auch Schirmherrin, Landrätin Anita Schneider. Die ebenfalls anwesende Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen Maren Müller-Erichsen informierte die Gäste über die inklusive Arbeit an der Sophie-Scholl-Schule im gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern. Ganz still wurde es im Forum als die Solistin Aayana Bato den „Little Drummer Boy“ mit dem Trommelschlag eines elfjährigen Musikers intonierte. Dem folgte das „Winter Wonderland“ als amerikanischer Weihnachtsklassiker, bevor die Voice Factory unter anderem den beschwingten „Weihnachtskekseswing“ sowie den choreografierten „Lord of the dance“ präsentierten. Der aktuelle Gewinner des Hessischen Chorwettbewerbs, Cantamus Gießen mit Axel Pfeiffer, setzte weitere, besondere Akzente. Mit dem perfekt intonierten „O magnum mysterium“, dem Spiritual „The Battle of Jericho“ sowie dem bekannte Weihnachtshit „Jingle Bells“ verzauberten sie das Publikum. Diesen einzigartigen Musikwelten stand der Kammerchor Klangfarben Gießen in nichts nach. Ola Gjeilos „Norther Lights“ war einer ihrer Beiträge, zu dem auch das brasilianische Weihnachtslied aus dem Heimatland des Dirigenten Jean Kleeb „Estrela de Natal“ gehörte. Bekannt unter anderem von den „Drei Stimmen“, bildete Ingi Fett im weißen Abendkleid ein weiteres Glanzlicht an diesem Abend. Premiere hatte dabei an ihrer Seite Tochter Lilli. „When christmas comes to town“ aus dem Film „Polarexpress“ und „Santa Claus is coming to town“ verzauberte die Konzertbesucher. Zum Finale stimmten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem 25-köpfigen Orchester und dem Publikum Michael Jacksons Hymne „We are the world“ an . Ein schönes musikalisches Signal für das verbindende der Menschheit über alle Grenzen. Der transatlantische Austausch den die Brücke in der Zusammenarbeit mit dem VDAC betreibt, ist dafür von wichtiger Bedeutung, verdeutlichte Schmidt in seines Dankesworten am Ende. Besonders erwähnte er dabei die zahlreichen Helfer und Unterstützter. So gehörten unter anderem der Präsident der Kulturorganisation INTERKULTUR mit Günter Titsch und INTERKULTUR China, Wang Qin, BILL Event mit Richard Stoiß, BIEBER Marburg mit Sven Bieber, Auto Häuser mit Gerhold Häuser und die Volksbank Mittelhessen mit dem Generalbevollmächtigten Dr. Lars Witteck zu den Unterstützern aus der heimischen Region von Winter MUSIC Wonderland. Weiterer Dank galt der Licher Brauerei, der Bäckerei Künkel, der Blumenwerkstatt hoch2, IVV Weinhandel, RG-BOX Kommunikation, Saarbourg Design und dem Team der Volksbank Mittelhessen.

„Fakenews schädigen Vertrauen der Gesellschaft“

Chief of Staff“ der US-Army Europe Brigadegeneral Markus T. Laubenthal beim Brücke-Empfang

„Chief of Staff“ der US-Army Europe in Wiesbaden , Markus T. Laubenthal (3.von rechts) mit Brücke-Präsident Roger Schmidt (rechts) und Vizepräsident Günther Schmadel (links) sowie Ehrengäste beim Brücke-Neujahrsempfang 2017

GIESSEN – WETZLAR – MITTELHESSEN (rg) – Es ist lange her, dass hochrangiger militärischer Besuch in Gießen begrüßt werden konnte. Bis zum Abzug der letzten US-GIs im Jahr 2007 beherrschten deutsche und amerikanische Soldaten über viele Jahrzehnte das Straßenbild als Garnisonsstadt. Die Zeiten änderten sich und ändern sich erneut. Mit Brigadegeneral Markus T. Laubenthal war am Mittwochabend mit dem „Chief of Staff“ aus dem Hauptquartier der US-Army Europe in der Wiesbaden einer der führenden deutschen Generäle auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar zu Gast. Laubenthal war der erste deutsche „Chief of Staff“ in den amerikanischen Streitkräften überhaupt an der Seite von US-Generals Ben Hodges. Beim Brücke-Neujahrsempfang im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal des Hotels Köhler nutzte er seine Rede um die aktuelle sicherheitspolitische Situation in Europa zu beleuchten und für die wichtige Zusammenarbeit innerhalb des nordatlantischen Verteidigungsbündnis zu werben. Das über all dem die Unsicherheiten über den politischen Weg der neuen US-Administration schwebten, war allenthalben auch bei der Begrüßungsrede von Brücke-Präsident Roger Schmidt zu greifen. Alleine der Name des neu gewählten US-Präsidenten fiel kein einziges mal.

 

Prominente Gäste waren zudem zum Brücke-Empfang gekommen, den darunter waren neben dem höchsten Repräsentanten des Hessischen Parlaments, Landtagspräsident Norbert Kartmann und dessen Parteifreund Hans-Jürgen Irmer zudem der Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz und Stadträtin Monika Graulich aus Gießen und aus Wetzlar, Stadtrat Manfred Viand, gekommen. Musikalisch hatten der gemischte Chor Modern Voices unter Leitung von Andreas Stein vom Gesangverein Germania Watzenborn-Steinberg mit eine Potpourri amerikanischer Evergreens die Gäste zu Beginn eingestimmt. Schmidt warnte in seiner Rede vor falschen Propheten und vermeintlichen Heilsbringern, die zur Zeit Konjunktur haben. Zukunft habe Deutschland in der Gemeinschaft der Europäer, damit Freiheit, Frieden und Wohlstand erhalten bleibe. Höhen und Tiefen in den transatlantischen Beziehungen, habe es schon immer gegeben. Die deutschen und amerikanischen Interessen blieben in den großen Zusammenhängen der Geschichte bestehen. Der Brücke-Klub wird weiter klaren Kurs für die transatlantische und Völker verbindende Verständigung in Respekt zum Wohle aller Menschen halten, versprach Schmidt.

Fakenews – gefälschte Nachtrichten“, gerade in sozialen Medien und dabei oft aus russischen Quellen, schädigten das Vertrauen innerhalb unserer westlichen Gesellschaften, warnte Brigadegeneral Markus T. Laubenthal. Die 28.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten von ehemals 300.000 leisten aktuell einen umso wichtigeren Beitrag gemeinsam mit der Bundeswehr und den anderen NATO-Verbündeten zur Sicherheit in Europa. Die Propaganda und Desinformation im Internet sowie die Ereignisse in der Ost-Ukraine hätten gezeigt, dass die beschlossene Verstärkung der Abschreckung wichtig sei. Die US-Army Europe (USAREUR) habe aktuell eine Brigade mit 3.500 Soldaten mit 440 Kettenfahrzeugen aus Fort Carson in Colorado für neun Monate über Bremerhaven nach Ostpolen verlegt. Eine logistische Herausforderung, die mit 1.040 Waggons in 37 Zügen bewältigt wurde. Weiteres Gerät folge zur Einlagerung in Depots zur Stärkung der schnellen Einsatzbereitschaft. Besorgte Bürger würden ihn Fragen, ob dieses „Säbelrasseln“ nötig und nicht viel mehr Dialog gefragt sei, so der General. Die Kommunikationskanäle seien offen, allerdings die Gesprächsergebnisse nicht befriedigend, wäre dann die Antwort. Eine angemessene und sichtbare Abschreckung angesichts der russischen Aktionen ist nötig, so der einmütige politische Wille. Die Geschwindigkeit zur Reaktion mit entsprechender Kampfstärke habe sich in den vergangenen Jahren erhöht. Übungen seien notwendig.

Besonders mit der jungen Zivilgesellschaft will man den Dialog nun weiter verstärken. Dafür wurde ein Intern-Programm mit Praktika für Studenten in den US-Streitkräften in Grafenwöhr, Kaiserslautern und Wiesbaden ins Leben gerufen, teilte er mit. Bereits 40 junge Menschen nicht nur aus Deutschland hätten in den letzten 15 Monaten das Angebot in den Bereichen Mediengestaltung, Journalismus, Umwelttechnik und Sprachen genutzt. Unter Telefon 0611 143 537 0401 kann man sich persönlich oder per Mail unter usarmy.wiesbaden.usareur.mbx.praktikum@mail.mil informieren und anmelden, warb er. Für Laubenthal war sein Kommen gleichzeitig der Abschied aus Hessen. In Oldenburg übernimmt er das Kommando der 1. Panzerdivision. Mit Brigadegeneral Kai Rohrscheider wird als sein Nachfolger erneut ein Deutscher als ein Zeichen für Kontinuität der guten deutsch-amerikanischen Beziehungen im USAREUR-Hauptquartier in Wiesbaden gleichberechtigt an der Seite mit dem US-Oberkommandierenden stehen.

 

„Gesicht der Luftbrücke“ Gail S. Halvorsen in Frankfurt ausgezeichnet

Transatlantischer Botschafter für Freiheit und Menschlichkeit vom VDAC gewürdigt

Brücke-Präsident Roger Schmidt gemeinsam mit Mercedes und Peter Wild (Mitte) sowie US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman (rechts)
Brücke-Präsident Roger Schmidt gemeinsam mit Mercedes und Peter Wild (Mitte) sowie US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman (rechts)

FRANKFURT, 11.10.2015 – „Gail S. Halvorsen ist wie kein anderer das Gesicht der Berliner Luftbrücke“ sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Fraport AG Prof. Wilhelm Bender bei der Verleihung der General Lucius D. Clay-Medaille an den weltberühmten Luftbrücke-Piloten. Im Frankfurter Römer sangen ihm die 150 geladenen Gäste bei der Festveranstaltung im Rahmen des Deutsch-Amerikanischen Tages 2015 des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) ein Geburtstagsständchen, denn am gleichen Tag feierte er mit seiner Familie in den USA seinen 95. Geburtstag. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er den Atlantik nicht überqueren, dafür nahm seine jahrzehntelange gute Freundin Mercedes Wild in seinem Auftrag die Clay-Medaille entgegen. Sie hatte als Kind vom als bekannt gewordenen „Candy-Bomber“ Süßigkeiten aufgefangen, die an seinen von ihm selbst gebastelten Fallschirmen die Kinder in Berlin während der Blockade glücklich machte und Hoffnung schenkte.

Die Begeisterung für diese Aktion zur Freiheit von Berlin, deren Beispiel viele Piloten in den Jahren 1948/1949 folgten, machte Geschichte und ihn selbst zu einem „Popstar im Cockpit“. Kinder und Jugendliche folgen ihm heute noch bei seinen persönlichen Erlebnisberichten in Schulen und Universitäten, die immer von der zentralen Botschaft der Menschlichkeit und Völkerverständigung geprägt sind. Dies unterstrich auch Bender, denn es sei nicht selbstverständlich, das 70 Jahre nach diesen historischen Ereignissen Halvorsen noch so engagiert für die transatlantischen Beziehungen wirbt. „Er ist authentisch und freundlich“ fasst er dessen Ausstrahlung zusammen.

 

VDAC-Präsident Jacob Schrot übergab die Clay-Medaille an die Berlinerin Mercedes Wild mit den besten Wünschen für Halvorsen. Zuvor hatten ihn der Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler, US-Generalkonsul James W. Herman, der Vizepräsident des American Chamber of Commerce David R. Knower sowie der Direktor der Atlantischen Akademie
Dr. David Sirakov in Grußworten gewürdigt. Dabei stellten alle Redner auch die transatlantischen Aktivitäten des VDAC mit seinem Studentenaustausch und Jugendprogramm heraus. Für die musikalische Untermalung beim Festakt sorgten die Musiker der Brass6`tett des Heeresmusikkorps Kassel.

DIE BRÜCKE feierte mit deutsch-amerikanischer Party ihren 65.Geburtstag

„American Magic in Mittelhessen“ – Brücke-Frauen gewürdigt

FIREBEAZZ mit Brücke-Freunden
FIREBEAZZ mit Brücke-Freunden

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), „Mein Kindheitstraum wurde wahr!“ sagte die deutsche Austauschstudentin Carina Thomys sichtlich emotional am Freitag beim Festabend des Deutsch-Amerikanischen Klubs „DIE BRÜCKE“ Gießen-Wetzlar als sie über ihre Erfahrung des einjährigen Aufenthalts in den USA berichtete, den ihr die Mitglieder mit einem Stipendium ermöglicht hätten. Es war der Moment im Bürgerhaus Kleinlinden im Rahmen der Feier aus Anlass des 65-jährigen BRÜCKE-Bestehens in dem sie stellvertretend für viele anderen junge Teilnehmer gemeinsam mit dem US-amerikanischen Austauschstudenten Patrick Elsworth und der Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro für das transatlantische Jugend- und Studentenaustauschprogramm im Verband Deutsch-Amerikanischer Clubs (VDAC) in Empfang nahm. „American Magic in Mittelhessen“ lautete das Motto des Festabends, der neben Reden von der Schirmherrin, Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und dem Vertreter des US-Generalkonsulats Frankfurt, Bradrick Graves, ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Musik, Gesang, Zauberei und einem dazu passenden amerikanischen Buffet geboten wurde. DIE BRÜCKE feierte mit deutsch-amerikanischer Party ihren 65.Geburtstag weiterlesen

65 Jahre jung! DIE BRÜCKE feiert

65 Jahre deutsch-amerikanische Geschichte in Gießen – Festschrift erschienen

Viel los war beim Sommer-BBQ des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" im Kleintierpark in Fernwald
Die Brücke-Mitglieder im Sommer 2015

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Der Deutsch-Amerikanische Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar feiert im Oktober 2015 (Freitag, 2. Oktober 2015, 19 Uhr) unter der Schirmherrschaft der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und dem US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman, im Bürgerhaus Kleinlinden seinen 65. Gründungsgeburtstag. Der Festabend steht unter der Überschrift „65 Jahre DIE BRÜCKE – American Magic in Mittelhessen“. Das Motto soll an die bis heute prägenden Einflüsse in Kultur und Gesellschaft erinnern, den die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten in unserer Region hinterlassen haben, so auch auf die Entwicklung der Brücke. Mitglieder, geladene Gäste und befreunde Partnerschaftsklubs werden erwartet. An die zurückliegenden Jahre, die von Niederlage nach dem Krieg, Aufbruch in das „Wirtschaftswunder“, der Wiedervereinigung Deutschlands sowie weitereichenden weltpolitischen Veränderungen, bis in die jüngste Flüchtlingsbewegung, geprägt waren und sind sowie an die vielfältigen Klub-Aktivitäten der Brücke erinnert die dieser Tage veröffentlichte Festschrift . In großem DIN-A4-Format und auf 24 reich bebilderten Seiten beleuchtet sie die Geschichte der BRÜCKE, in dem nicht nur Deutsche und Amerikaner sondern auch andere Nationalitäten sich zusammen gefunden haben und die Völkerverständigung und den Austausch pflegen.

 

„Nichts bleibt wie es ist, alles wird anders als man denkt.“ sagt Brücke-Präsident Roger Schmidt in der Festschrift, wenn er sich mit der Geschichte des Klubs beschäftigt. Eigentlich war 1948 das Jahr in dem alles begann. Gießen war nach dem Krieg eine Garnisonsstadt mit tausenden stationierten von US-Gis und ihren Familien. Nicht einfaches Ziel einer Gruppe von deutschen Frauen in Gießen war es kurz nach dem Krieg, die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen Deutschen und Amerikanern durch eine Vereinigung zu fördern. Einige amerikanische Frauen waren der gleichen Meinung. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung und vielen Gesprächen war es soweit. Am 13. März 1950 wurde bei der ersten offiziellen Versammlung im Haus der Wilhelmstraße 20, dem damaligen Sitz der „High Commission for Germany“, die BRÜCKE von US-amerikanischen und deutschen Frauen als zunächst reiner Frauenklub gegründet. Der Name war bewusst als Symbol für den Brückenschlag für die Menschen und der Verständigung über den Atlantik gewählt worden. Der Klub wurde bekannt durch sein Engagement für Kinder, insbesondere gegen die noch grassierende Kinderlähmung. 27.000 DM wurden damals bei einer „Pfennigparade“ gesammelt und eine „Eiserne Lunge“ für erkrankte Kinder finanziert. Ferienprogramme gab es in den Folgejahren 1956-59 unter dem Namen „Glücklicher Sommer“ in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem CVJM. Nach der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse unterstützt man individuell regionale Organisationen, wie die Kinderkrebsstation Peiper, das Familienzentrum für krebskranke Kinder oder in der jüngeren Vergangenheit die Jugendarbeit der Diakonie oder den Kinderhospizdienst. 1979 öffnete sich der Klub den Männern. Mit dem Wetzlarer Klub vereinigte man sich im Jahr 2001.

 

Wichtig ist den Mitgliedern der Austausch zwischen Jugendlichen und angehenden Akademikern dies und jenseits des Atlantiks. Der Klub unterstützt als Mitglied im Verband der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC), das Programm des Studenten- und Jugendaustausches. Dazu hat er eine Studentenbeauftragte ernannt, aktuell Kerstin Ruppel. Jährlich sind junge Amerikaner in Gießen zum Studium zu Gast, wie deutsche Studenten an einer amerikanischer Universität. Die Mitglieder sorgen dann dafür, dass sich die jungen Leute aus den Staaten hier wie zuhause fühlen.

 

Eine Zäsur in der Vereinsgeschichte bildete der Abzug der US-Amerikaner aus Gießen im September 2007, ist der Festschrift zu entnehmen. Zuvor waren in der Brücke besonders US-Familien von Offizieren fest im Vereinsleben verankert. 2008 wechselte man zudem das Vereinslokal vom Dach Café in das Hotel Köhler.

 

Eine Neuausrichtung gelang. Viele Veranstaltungen wurden neu entwickelt, wie die beiden Benefiz-Konzerte unter dem Titel „We are the world“ mit heimischen Chören. Traditionelle Veranstaltungen wie Ladys Gathering (Damentreffen), Sommer-BBQ und Thanksgiving wurden erfolgreich fortgeführt. Regelmäßige Stammtische zu auch kontroversen Themen wurden und werden veranstaltet. Gast war hier aktuell der scheidende Regierungspräsident Lars Witteck, der zur Flüchtlingssituation in Mittelhessen referierte. Die Neujahrsempfänge der Brücke sind seit 2010 zu gesellschaftlichen Ereignissen im Kalender der Region geworden. Ehrengäste waren hier neben der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (2010), der US-Generalkonsul Edward Alford (2011), der Konsul für Kultur und Bildung beim Generalkonsulat der Volksrepublik China in Frankfurt, Liu Xiaolu und sein Vertreter, Vize-Konsul Wang Lin (2012), US-Generalkonsul Kevin C. Milas (2013), der Direktor des bundesweit einmaligen Mathematikums, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (2014) sowie die Intendantin des Stadttheaters Gießen, Cathérine Miville (2015).

 

„Aktuell steht die Gesellschaft vor neuen Herausforderungen. Tausende von Menschen suchen Frieden, Wohlstand und Glück in Deutschland und anderen Teilen Europas.“ blickt Schmidt in seinen Grußworten auf aktuelle Geschehnisse in direkter Nachbarschaft. Wie einst Menschen aus unserer Region, die in vorigen Jahrhunderten nicht aus Abenteuerlust sondern ebenfalls aus purer wirtschaftlicher Not und Verfolgung aus ganz Europa in die USA aufbrachen, wiederholen sich Ereignisse, unterstreicht er. „Wenn wir unseren 65. Gründungsgeburtstag in diesem Jahr feiern, gilt denen unsere Solidarität die Hilfe benötigen und wir denken an die Helferinnen und Helfer, die im täglichen Einsatz für diese Menschen bis an ihre persönlichen Grenzen gehen.“ DIE BRÜCKE will auch weiterhin an der Seite derer stehen, die Unterstützung benötigen. Dafür ist die transatlantische Verständigung und Freundschaft sowie die Völkerverständigung und Frieden über unsere Grenzen hinaus ein wichtiger Baustein, so das Selbstverständnis des Klubs.

Allison Haskins: „Das beste Jahr meines Lebens!“

US-Studentin hatte gute Zeit in Gießen – Brücke-Abschied 

War glücklich für ein Jahr in Gießen zu sein: Die Austauschstudentin aus den USA, Allison Haskins (Mitte) mit der der Studentenaustausch-Beauftragten Kerstin Ruppel (rechts) und Vorstandsmitglied Evi Schmadel vom Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar.
War glücklich für ein Jahr in Gießen zu sein: Die Austauschstudentin aus den USA, Allison Haskins (Mitte) mit der der Studentenaustausch-Beauftragten Kerstin Ruppel (rechts) und Vorstandsmitglied Evi Schmadel vom Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar.

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Als bestes Jahr ihres bisherigen Lebens, bezeichnete die US-Studentin Allison Haskins ihr Jahr in Gießen. Dieser Tage verabschiedeten sich die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Klubs „DIE BRÜCKE“ Gießen-Wetzlar von der Studentin von der University of Alabama. Sie war durch ein Stipendium des Studentenaustauschprogramms des Verbandes Deutsch-Amerikanischer Clubs (VDAC), mit dem der mittelhessische Klub verbunden ist, für zwei Semester zum Studium an die Justus-Liebig-Universität gekommen. Betreut wurde sie dabei maßgeblich von der Brücke-Studentenbeauftragten Kerstin Ruppel, die ihr Land und Leute in und um Gießen mit den Klub-Mitgliedern näher brachte.

 

„Ich habe so viel erlebt.“ sagte Haskins beim Abschied und hob dabei neben der erlebten Gastfreundschaft in und um Gießen, die Feiern zum „Tag der Deutschen Einheit“, den Kölner Karneval und Silvester in der Hauptstadt Berlin als weitere besondere Erlebnisse in Deutschland hervor. Während des Studiums hatte sie Gelegenheit Kurse zu dem Themen interkultureller Kommunikation und internationale Migration sowie zur Literatur und deutschen Popkultur zu besuchen. Besonders das Zusammenkommen mit deutschen und internationalen Studenten in Gießen war für sie eine besondere Erfahrung. Gerade die Offenheit bei Diskussionen und Gesprächen beeindruckte sie. Von Weihnachtskultur bis hin zu aktuellen politischen Themen wurde dabei gesprochen. „Durch meine Erlebnisse in Deutschland und Europa habe ich viel über mich selbst, andere Menschen und die Welt gelernt.“ sagt sie heute. Dank der Unterstützung durch die Brücke, habe sie eine andere Kultur erleben können und heute neue Perspektiven im Blick auf die Welt. „Ich werde die Zeit in Gießen niemals vergessen.“ sagte sie vor ihrem Rückflug in die USA.

 

Inzwischen ist schon der neue Brücke-Austauschstudent in Gießen angekommen. Patrick Elsworth lebt in Washinton DC und kommt vom Oberlin College in Ohio an die Justus-Liebig-Universität. Dort besuchte er nach der Ankunft bereits den ersten Lehrgang zur Einführung. Zurück aus den USA ist inzwischen die deutsche Austauschstudentin Carina Thomys. Sie war für ein Jahr an der University of Deleware und wird beim Brücke-Stammtisch am Mittwoch, den 7. Oktober um 19.30 Uhr im Hotel Köhler von ihren Erlebnissen berichten.

 

Brücke-Vorstand bestätigt – Ehrungen

65 Jahre „Die Brücke“ Gala-Feier geplant

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg),

Bei der Jahreshauptversammlung im 65. Gründungsjahr des Deutsch-Amerikanischen Klubs konnten die Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel (rechts) im Hotel Köhler in Gießen für 30 Jahre Mitgliedschaft Ute Fabel (2. von links) sowie für 10 Jahre Vorstandstätigkeit Nicole Heppner Dank und Anerkennung mit Urkunde und Blumen aussprechen
Bei der Jahreshauptversammlung im 65. Gründungsjahr des Deutsch-Amerikanischen Klubs konnten die Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel (rechts) im Hotel Köhler in Gießen für 30 Jahre Mitgliedschaft Ute Fabel (2. von links) sowie für 10 Jahre Vorstandstätigkeit Nicole Heppner Dank und Anerkennung mit Urkunde und Blumen aussprechen

Stolze 65 Jahre lang besteht der Deutsch-Amerikanische Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar in diesem Jahr. Das soll mit einem Gala-Abend im Herbst unter dem Titel „65 Jahre „Die Brücke“ – American Magic in Mittelhessen“ gefeiert werden, kündigte der an diesem Abend bei den Vorstandswahlen in seinem Amt bestätigte Präsident Roger Schmidt bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Köhler in Gießen an. Dabei konnte er mit dem Vizepräsidenten Günther Schmadel auch Ehrungen vornehmen. So wurde für 30-jährige Treue zum Klub Ute Fabel mit Urkunde, Klubnadel und Blumen Dank und Anerkennung ausgesprochen, genau so wie Nicole Heppner, die für 10 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit gewürdigt wurde und aus dem Vorstand ausschied. In Abwesenheit wurde der in Frankfurt lebenden Christa Huth für 25 Jahre Mitgliedschaft gedankt. Erneut konnte die Brücke mit Carina Thomys eine deutsche Studentin zum Studentenaustausch an die amerikanische Universität nach Deleware entsenden. In Deutschland ist zur Zeit die US-Amerikanerin Allison Haskins in Gießen an der Justus-Liebig-Universität seit vergangenem Jahr bis in diesen Sommer Gaststudentin.

 

Schmidt konnte am Mittwochabend nach der Begrüßung von einer positiven Mitgliederentwicklung berichten. Inzwischen hat die Brücke 112 Mitglieder und damit deutlich mehr (+13) mehr als im Jahr 2008, in dem die US-Garnison in Gießen aufgelöst wurde. Eine positive Entwicklung, die das attraktive Klubleben widerspiegelt, so Schmidt. Er betonte, dass die Brücke in ihren Zielen für die Mitmenschlichkeit und das Miteinander der Völker in Frieden eintritt. Es dürfe nicht vergessen werden, was Deutschland den Amerikanern zu verdanken habe. Demokratie und Freiheit gehörten dazu, die es zu schützen gelte. Der Klub veranstaltete im vergangenen Jahr einen viel beachteten Neujahrsempfang mit dem Direktor des Mathematikums Prof. Dr. Beutelspacher und lud zu Stammtischen unter anderem zu den Themen „Sexuelle Gewalt“ mit Dr. Barbara Bojack, „Lincolns Rede“ mit dem Frankfurter Gast Renè Scholz, „Jugendaustausch mit Milwaukee“ mit Schülern der Theodor-Litt-Schule Gießen, „Vom Gegner zum Freund“ mit Elisabeth von Maltzahn, „Die Römer in Mittelhessen“ mit Norbert Kissel, „Minnesota Winter“ mit Elli Radinger und „Gießener Auswanderer im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg“ mit Prof. Dr. Holger Gräf von der Philipps-Universität Marburg im Hotel Köhler ein. Die US-Studentin Shannon Wilson wurde verabschiedet. Man feierte gemeinsam ein BBQ in Steinbach und Thanksgiving in Linden, besuchte in Frankfurt das Weihnachtskonzert „The singing Christmastree“ in der Liebfrauenkirche und war im Keltenmuseum in Glauburg zu Gast. Vertreten war man ebenfalls beim Internationalen Weihnachtssingen der Partnerschaftsklubs in Wetzlar. Gewürdigt wurde Astrid Reinewald für ihr Engagement beim „American Table Talk“ (ATT), dem rein englischsprachigen Stammtisch.

 

Für die verhinderte Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel verlas die US-Studentin Alison Haskins den Bericht von den Aktivitäten im Studentenaustausch, dem man im Verband der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC) mit organisiert und finanziert. Insgesamt rund 10.000 Euro konnte der Klub in den letzten drei Jahren für die Jugend- und Studentenförderung bereitstellen, informierte Schatzmeister Fritz Hoßbach zur Kassenentwicklung. Dabei wurden auch mittelhessische Kinder- und Jugendprojekte von Diakonie und Kinderhospiz gefördert und das Deutsche und Internationale Rote Kreuz zur Hilfe von Opfern von Naturkatastrophen unterstützt. Kassenprüfer Klaus Leske und Martin Zimmermann bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung, die mit der einmütigen Entlastung honoriert wurde.

 

Bei den Vorstandswahlen kam es zu folgenden einstimmigen Ergebnissen. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Roger Schmidt (Präsident), Günther Schmadel (Vize-Präsident), Fritz Hoßbach (Schatzmeister), Petra Bröckmann (Schriftführerin) und Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte). Neu als Beisitzerin wurde Stefanie Vera Müller gewählt. Ausschussmitglieder sind Evelyn Schmadel, Gabi und Volker Stephan (alle Social Events), Herbert Zimmermann (Stadt und Region Wetzlar) und Thomas Leiser (German-American-Affairs). Kassenprüfer neben Klaus Leske sind Hans Leyerer und Nicole Heppner (Ersatz).

 

In diesem Jahr stehen neben den regelmäßigen Stammtischen jeweils am ersten Mittwoch im Monat im Hotel Köhler in Gießen zudem Frauentreffen beim so genannten „Ladies Gathering“ , die traditionelle Brücke-BBQ-Grill-Party am 5. Juli, die „65 Jahre Brücke-Geburtstagsfeier“ am 2. Oktober sowie das Thanksgiving-Dinner im November auf dem Terminplan. Nähere Informationen findet man auf der Internetseite unter www.dac-bruecke.de.

 

Gießener Bäckerssohn backte für amerikanische Unabhängigkeit

Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf informierte beim Brücke-Stammtisch über die Rolle von Gießener und Wetzlarern im US-Unabhängigkeitskrieg

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg),

Der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf berichtete beim Brücke-Stammtisch über die Rolle der Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
Der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf berichtete beim Brücke-Stammtisch über die Rolle der Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Im historischen Gedächtnis der US-Amerikaner spielen die Hessen für die Identität ihrer jungen Nation eine nicht zu unterschätzende Rolle, unterstrich der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf von der Philipps Universität Marburg beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar. In seinem Vortrag im Hotel Köhler beleuchtete er unter dem Titel „Die „Hessian Mercenaries“ –

Fakten und Mythen“, die Rolle der hessischen Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg vor rund 230 Jahren, unter denen auch Männer aus dem mittelhessischen Städten Gießen und Wetzlar kämpften.

 

Bekannt wurden die Rolle der „Hessians“ einem breiten deutschen Publikum in den TV-Verfilmungen „Der Winter der ein Sommer war“ (D 1976) und „Das große Abenteuer des Kaspar Schmeck“ (DDR 1982), informierte Gräf. Das allerdings die sogenannten „verkauften Landeskinder“ als Söldner damals eher Standard der Kriegsführung war und Geld in die Kassen der deutschen Fürstentümer spülte war eines der Gründe, dass viele Hessen nach Amerika kamen. Ein weiterer Grund war die Attraktivität des Soldatenberufes mit guter und sicherer Bezahlung sowie Karriere, die viele der Bürger ihre Unterschrift unter die „Subsidienverträge“ leisten ließ, erläuterte der Historiker. Die Minderheit war Zwangsrekrutiert. Die Hessen hatten allerdings einen sehr schlechten Ruf. Vorurteile wurden von Amerikanern gefördert, so in der bekannten Erzählung in Washington Irwins „Legende von Sleepy Hollow“, in dem ein hessischer Söldner als kopfloser Reiter eine geheimnisvolle Rolle spielt. Den Amerikanern wurde ein barbarisches Feindbild in diversen Publikationen eingeimpft. Das wirkte sich sogar bis in die Nachkriegszeit aus, als es um die wieder Wiederbewaffnung Deutschlands ging und Eisenhower 1951 sagte, er wolle keine hessischen Söldner. 19 Freiwillige aus der Freien Reichsstadt Wetzlar und 25 aus Gießen im Fürstentum Hessen-Darmstadt zogen für die Britten in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, ermittelte Gräf aus vorliegenden Quellen. Davon waren ein Drittel über 30 Jahre alt. Sie wurden in den Einheiten von Hessen-Hannover, Hessen-Kassel und den Waldecker Regimentern eingesetzt. Dass nur ein Toter bei unmittelbaren Kriegshandlungen, aber 12 an Krankheiten verstarben verwundert um so mehr, als das nur vier Mittelhessen nach dem Krieg in ihre alte Heimat Europa zurück kehrten. Fünf blieben nachweislich in den USA, 11 desertierten und von weiteren 11 Soldaten ist der Verbleib unbekannt. Dabei erinnerte er auch an ein anderes Schicksal und zwar des „Kriegsknechts“ Christopher Ludwich, den Sohn eines Bäckers in Gießen. Der war über allerlei Umwege in Diensten von Österreich und Preußen, dann als britischer Matrose nach Philadelphia gekommen und hatte es dort später zu Reichtum gebracht. 1777 wurde der Hesse aus der Stadt an der Lahn als amerikanischer Patriot zum Oberbäcker und Chef der Feldbäckerei der US-Truppen im Unabhängigkeitskrieg ernannt, informierte Dr. Gräf abschließend. Die Brücke-Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel dankten dem Historiker für diese interessante transatlantische Geschichtsstunde.

 

 

Gießener Allgemeine liegt vorne

GIESSEN, Die Gießener Allgemeine ist die populärste und auflagenstärkste Zeitung in Stadt und Landkreis Gießen. Diese Information erhielten Mitglieder der Brücke im September bei der Führung durch das Pressehaus in der Marburger Straße. Dabei wurden sie über die moderne Druckerei informiert, in dem innerhalb kürzester Zeit nicht nur die heimische Tageszeitung sondern auch überregional bedeutende Titel gedruckt werden. Zuvor hatten sie in einem Vortrag mehr über die Redaktionsarbeit und die Produkte aus dem Medien-Haus des Familienunternehmens Rempel erfahren. Im Anschluss ging es in das Restaurant Croatica.