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DIE BRÜCKE baut freundschaftliche transatlantische Kontakte aus

Farewell Price!

Abschiednehmen mit einem freundlichen „Farewell“ hieß es im Spätsommer von zwei jungen US-Amerikanern beim Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar. Zum einen verließ der VDAC-Austauschstudent Price Watson die mittelhessische Universitätsstadt nach einem erlebnisreichen Jahr in Richtung seines Heimatstaates Alabama. Neben seinem Studium an der Justus-Liebig-Universität konnte er berufliche Erfahrungen in seiner Tätigkeit in der Organisation von Chorfestival-Veranstaltungen sammeln. Zum anderen wurde Joshua Pietz aus Wisconsin verabschiedet, der bei der Firma ESE Engineering und Software-Entwicklung drei Monate im Bereich der künstlichen Intelligenz als Praktikant tätig war. 

Beide waren die ersten Teilnehmer des neu initiierten transatlantischen Brücke-Praktika-Programms. Dank ging so auch vom Projektverantwortlichen Helmut Ott an die beiden beteiligten Unternehmen mit der Kulturorganisation Interkultur und dem Unternehmen ESE Engineering und Software-Entwicklung. Namentlich wurden Interkultur-Präsident Günter Titsch und ESE-Business-Manager Daniel Pal für ihre großzügige Unterstützung gedankt. In den letzten Monaten wurden zahlreiche Gespräche mit weiteren mittelhessischen Unternehmen, der hessischen Staatskanzlei, Hessen Trade & Invest, den heimischen IHKs und Partnern in den USA geführt. Die guten Kontakte sollen zum Gewinn für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Menschen dies und jenseits des Atlantiks ausgebaut werden. 

DIE BRÜCKE wird 70 – Feierlichkeiten in 2020

Der Deutsch-Amerikanische Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar feiert 2020 seinen 70. Geburtstag. Der 1950 gegründete Klub in Mittelhessen startet mit dem Neujahrsempfang am 15. Januar 2020 in die Feierlichkeiten. Ehrengast ist an diesem Abend der Frankfurter Bürgermeister und Antisemitismusbeauftragte des Landes Hessen Uwe Becker. 

Vor sechs Jahre feierte die Brücke mit einem großen Finale „We are the World“

Am historischen Datum des 8. Mai wird in einer Feierstunde an die Brücke-Gründung 1950 erinnert. Gedacht wird dann auch an das Ende des 2. Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus 1945. 

Abschluss der Brücke-Feierlichkeiten bildet die Thanksgiving-Feier am 28. November 2020 mit Musik und Unterhaltung im festlichen Rahmen. 

Schirmherr im Klub-Jubiläumsjahr ist der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

BRÜCKE-Vorstand bestätig – Ehrungen – Neue transatlantische Projekte vor Start

GIESSEN/WETZLAR (rg/rge/ger), Ehrungen, Neuwahlen und der bevorstehende Start von neuen aussichtsreichen Projekten für junge Menschen dies und jenseits des Atlantiks standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar. So wurden ein Praktikum- und Schulprogramm erfolgreich implementiert. Die Mitglieder hatten sich im Hotel Köhler in Gießen getroffen. Als langjährige Mitglieder wurden für 40 Jahre die US-Amerikanerin Sallie Neubrand sowie Ingrid Kreiling, Birgit und Martin Zimmermann für 30 Jahre und für 25 Jahre Michaela Breithaupt sowie Ute und Matheus Brinks-Rothärmel von den Brücke-Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann geehrt. In Abwesenheit wurden Heidi Battenberg und Gerhard Adam für 30 Jahre und Margitta Ludwig und Herbert Schmitt für 25 Jahre Klubtreue Dank und Anerkennung ausgesprochen. 

Zuvor hatte Brücke-Präsident Roger Schmidt auf zahlreiche Highlights im vergangenen Jahr in seinem Jahresbericht zurückgeblickt. Freundlicher Gastgeber war man bei der 71. Convention des Verbandes Deutsch-Amerikanischer Klubs mit rund 100 Delegierten aus allen Teilen Deutschlands in Wetzlar. Hier wurde die große Unterstützung der Stadtregierung gewürdigt. Neben dem Neujahrsempfang mit dem Astronauten Thomas Reiter, konnten zu transatlantischen Brücke-Veranstaltungen unter anderem Kanzleramtsminister Dr. Helge Braun, die Frankfurter SPD-Politikerin Marlies van der Malsburg und Simone Hofmann von B`nai B`rith Loge Frankfurt zu Vorträgen und Gesprächen begrüßt werden. Gute Kontakte mit einem Infoabend pflegte man mit der Deutsch-Englischen Gesellschaft Gießen. Die Austauschstudentin Janina Böcher informiere über ihre Studienerlebnisse in den USA bei einem Stammtisch. Man feierte erstmals „4th of July“ im Sommer mit einer Gartenparty, freute sich über viele Gäste beim BBQ im Kleintierpark Steinbach und dem festlichen Thanksgiving-Dinner mit Truthahn, Tombola und Co. im Rustico Heuchelheim. Gemeinsam mit den Wetzlarer Partnerschaftsvereinen veranstaltete man dort das Internationale Weihnachtsliedersingen. Unterwegs war man unter anderem auf dem Erzwanderweg im Vogelsberg und beim Grünberger Gallusmarkt. Studentenbeauftragte Kerstin Pal freute sich, dass der aktuelle US-Student Andrew Price Watson sich gut an der JLU eingelebt hat. Im kommenden Studienjahr geht kein deutscher Student in die USA, weil der Bewerber dieser Tage seine Teilnahme abgesagt hat und kurzfristig kein Ersatz gefunden werden kann, informierte Pal. Helmut Ott konnte von einem bevorstehenden Start des neuen Brücke-Internship-Projekts berichten. Gleich zwei junge Studenten werden in deutschen Unternehmen für drei Monate im Rahmen dieses Brücke-Programms tätig werden. Ott berichtete von vorangegangenen zahlreichen positiven Gesprächen mit der Hessischen Staatskanzlei, den beiden mittelhessischen IHKs, Unternehmen und Universitäten und dankte für die Unterstützung. Vorantreiben will man transatlantische Partnerschaften mit regionalen Schulen in den MINT-Bereichen, informierte der Verantwortliche Henri Becker. Hier wurden in der Landeshauptstadt Gespräche mit der Robotics-Projektgruppe der US-Highschool Wiesbaden geführt. Dort besteht großes Interesse sich mit mittelhessischen Schulen in der Projektentwicklung von Robotern auf Ebene der jungen Leute auszutauschen. Schatzmeister Fritz Hoßbach konnte von einer positiven Kassenlage berichten, die Jürgen Gemmer und Ingrid Kreiling als Prüfer bestätigten. Die Entlastung erfolgte einstimmig. 

Bei den Wahlen kam es zu folgenden einstimmigen Ergebnissen: Präsident Roger Schmidt, Vize-Präsidentin Petra Bröckmann, Schatzmeister Fritz Hoßbach, Studentenbeauftragte Kerstin Pal, Beisitzer Klaus Müller (Neu) und Schriftführerin Stefanie Vera Müller. Für die Ausschüsse wurden Evelyne Schmadel und Gabriele Stephan (Social Events), Cathrine Friebel und Helmut Ott (German American Affairs), Henri Becker (Wetzlar) und Jürgen Gemmer (Berater) ernannt. Dank mit Geschenken ging an Volker Stephan und Günther Schmadel, die nach 26 Jahren ehrenamtlicher Arbeit in Vorstand und Ausschüssen nicht mehr zur Wahl standen. 

Einer aufgrund der neuen Datenschutzverordnung notwendigen Satzungsänderung wurde einmütig zugestimmt. 

Im Blick steht für das kommende Jahr 2020 das große Jubiläum „70 Jahre DIE BRÜCKE“ kündigte Schmidt Planungen an. Neben den Stammtischen im Hotel Köhler sind in diesem Jahr das Sommer-BBQ am 7. Juli und das Thanksgiving-Dinner am 23. November bereits fest terminiert. Alle BRÜCKE-Termine findet man auf www.dac-bruecke.de.

Young Americans kommen

DIE BRÜCKE unterstützt Helmut-von-Bracken-Schule zum 60. Geburtstag 

GIESSEN (rge), In diesem Jahr feiert die Helmut-von-Bracken-Schule Gießen ihr 60-jähriges Jubiläum. Dazu plant die Schule im Juni ein Jubiläumsfest, bei dem das Musikprojekt mit der Unterhaltungsgruppe „The Young Americans“ eine wichtige Rolle spielen wird. Die Anfrage um Unterstützung für dieses Projekt für alle Schüler stieß beim Deutsch-Amerikanische Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar schon aus alleine diesem Grund auf offene Ohren, denn Musik verbindet Menschen rund um den Globus. Das die Schule jungen Menschen eine Zukunft als Schule mit Förderschwerpunkten von der Grundstufe mit Vorklassen und musikalischer Grundschule bis hin zum Hauptschulabschluss bietet und dazu seit 2012 zudem in der ehemaligen US-Elementary-School beheimatet ist, verbindet die BRÜCKE-Verantwortlichen. um so mehr mit der Förderschule, unterstrich bei der Spendenübergabe Brücke-Präsident Roger Schmidt. Der übergab gemeinsam mit Schatzmeister Fritz Hoßbach 200 Euro an die Schulverantwortlichen. Informiert wurden die Spender dabei über die wichtige Arbeit der Schule von Konrektorin und Projekt-Verantwortlichen Simone Böcher. Gerne möchte DIE BRÜCKE die Schule weitergehend unterstützen, so unter Umständen in einem Education-Projekt das speziell für den MINT-Bereich konzeptioniert ist und junge Menschen Kernkompetenzen für die Zukunft vermittelt und damit Kreativität und Teamgeist fördert. Dafür sollen weitere Gespräche mit dem MINT-Schulbeauftragten Sebastian Vaupel geführt werden. Schulleiterin Sabine Wießner-Müller bedankte sich mit allen Verantwortlichen über die Brücke-Unterstützung. 

Landrätin Anita Schneider Ehrengast beim Brücke-Neujahrsempfang 2019

Landrätin Anita Schneider war Ehrengast beim Brücke-Neujahrsempfang 2019

Die Landrätin des Landkreises Gießen Anita Schneider stimmte im Januar die 60 Gäste bei unserem BRÜCKE-Neujahrsempfang im Hotel Köhler in Gießen auf das neue Jahr 2019 ein. Große Herausforderungen sah sie genauso, wie Brücke-Präsident Roger Schmidt Deutschland, auf Europa, USA und die Welt zukommen. Musikalisch umrahmte nach den gemeinsam gesungenen Nationalhymnen Bartion Matthias Hampel den Empfang, zu der auch die VDAC-Präsidentin Sigrid Behnke-Dewath begrüßt werden konnte. Sie übermittelte in Grußworten die besten Wünsche an alle BRÜCKE-Mitglieder und ihre Gäste, darunter einige aus befreundeten Partnerschaftsvereinen aus ganz Mittelhessen.

Hessische TSG-Regierungsteam-Kandidatin Marlies von der Malsburg bei DIE BRÜCKE

Marlies von der Malsburg (Mitte, 5. von rechts) vom TSG-Regierungsteam war politischer Gast bei DIE BRÜCKE in Gießen

Dieser Tage war die nominierte Kandidatin für das Regierungsteam von Thorsten Schäfer-Gümbel, Marlies von der Malsburg, beim Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar zu Gast. Die für Europafragen zuständige SPD-Politikerin informierte beim regelmäßigen Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen über die aktuellen Entwicklungen aus hessischer, deutscher und europäischer Sicht der transatlantischen Beziehungen. Sie würdigte die fast sieben Jahrzehnte andauernde Arbeit der BRÜCKE-Mitglieder in der Zusammenarbeit mit dem Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) im Jugend- und Studentenaustauschprogramm. Über die jeweilige Administration der Regierungen hinaus, seien die Beziehungen zwischen den Menschen die immerwährenden Eckpfeiler in guten, freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Nationen. An diesen völkerverbindenden Werten solle DIE BRÜCKE festhalten.

„Auf Kurs bleiben für die Menschen“

Deutsch-Amerikanischer Klub DIE BRÜCKE ehrte Mitglieder

DIE BRÜCKE ehrte langjährige Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung 2018

GIESSEN/WETZLAR (rge/ger/rg), 10.04.2018 – Beim Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar konnten in der Jahresmitgliederversammlung die Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann Ehrungen langjähriger Mitglieder vornehmen. So wurden im Hotel Köhler in Gießen Heidrun Kanter für 40 Jahre, Ruth und Dieter Grebe, der Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer, Walter Ludwig und Ida Wagner für 30 Jahre sowie Regina Adam -teilweise in Abwesenheit- Dank und Anerkennung für ihre Klubtreue ausgesprochen. Im Jahresbericht erinnerte Schmidt an den Höhepunkt des vergangenen Jahres mit dem Brücke-Benefizkonzert „Winter MUSIC Wonderland“ mit Orchester, Chören und Solisten im ausverkauften Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen im Dezember. Eine Spende in Gesamthöhe von 5.000 Euro an die Lebenshilfe Gießen sowie für den transatlantischen Jugend- und Studentenaustausch war das schöne Ergebnis gewesen. Gedankt wurde dafür allen Beteiligten und Unterstützern. Zum Jahresprogramm gehörten zudem der Neujahrsempfang mit Generalmajor Markus Laubenthal und in diesem Jahr mit Astronaut Thomas Reiter. Das festliche Goose-Dinner zu Thanksgiving und ein Sommer-BBQ gehörten ebenso zu gesellschaftlichen Ereignissen mit zahlreichen Gästen bei dem 112 Mitglieder zählenden Klubs. Bei den Stammtischen gab es wieder interessante Gäste, wie beispielsweise Schriftstellerin Jule Heck, Prof. Dr. Ulf Sibelius von PalliativPro oder dem Leiter der Musikschule Wetzlar, Thomas Sander. „Auf Kurs bleiben und auf rauer See immer die Menschen zu sehen auf die es ankommt.“ sagte Schmidt im Blick auf aktuelle Ereignisse in der Welt und die transatlantische Verständigung, für die die Brücke auch in Zukunft einstehen werde. Kerstin Ruppel als Studentenbeauftragte informierte danach über das VDAC-Austauschprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene. In diesem Jahr hat die deutsche Studentin Julia Sophie van der Horst das Stipendium für eine US-amerikanische Universität erhalten. Ein amerikanischer Student wird im Sommer wieder in Mittelhessen erwartet. Schatzmeister Fritz Hoßbach konnte von einer guten Kassenlage berichten. Entlastung von der Versammlung gab es auf Vorschlag der Prüfer Nicole Heppner und Jürgen Gemmer einstimmig. Neue Kassenprüfer sind neben Gemmer, Ingrid Kreiling und Martin Zimmermann. Am Ende der Versammlung informierte Schmidt über die bevorstehende Convention (Mitgliederversammlung) des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC). Gastgeberstadt ist dann vom 4. bis 6. Mai. 2018 Wetzlar. In Gesprächen ist man bei der Brücke mit deutschen und US-Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Universitäten zur Etablierung eines Praktika-Programms für junge Erwachsene, die Erfahrungen in renommierten Unternehmen aus Mittelhessen und jenseits des Atlantiks in den USA sammeln wollen, informierte das für Deutsch-Amerikanische Beziehungen mitverantwortliche Brücke-Vorstandsmitglied Helmut Ott. Weitere Infos über DIE BRÜCKE und ihre Aktivitäten im Internet auf www.dac-bruecke.de.

 

„Fakenews schädigen Vertrauen der Gesellschaft“

Chief of Staff“ der US-Army Europe Brigadegeneral Markus T. Laubenthal beim Brücke-Empfang

„Chief of Staff“ der US-Army Europe in Wiesbaden , Markus T. Laubenthal (3.von rechts) mit Brücke-Präsident Roger Schmidt (rechts) und Vizepräsident Günther Schmadel (links) sowie Ehrengäste beim Brücke-Neujahrsempfang 2017

GIESSEN – WETZLAR – MITTELHESSEN (rg) – Es ist lange her, dass hochrangiger militärischer Besuch in Gießen begrüßt werden konnte. Bis zum Abzug der letzten US-GIs im Jahr 2007 beherrschten deutsche und amerikanische Soldaten über viele Jahrzehnte das Straßenbild als Garnisonsstadt. Die Zeiten änderten sich und ändern sich erneut. Mit Brigadegeneral Markus T. Laubenthal war am Mittwochabend mit dem „Chief of Staff“ aus dem Hauptquartier der US-Army Europe in der Wiesbaden einer der führenden deutschen Generäle auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar zu Gast. Laubenthal war der erste deutsche „Chief of Staff“ in den amerikanischen Streitkräften überhaupt an der Seite von US-Generals Ben Hodges. Beim Brücke-Neujahrsempfang im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal des Hotels Köhler nutzte er seine Rede um die aktuelle sicherheitspolitische Situation in Europa zu beleuchten und für die wichtige Zusammenarbeit innerhalb des nordatlantischen Verteidigungsbündnis zu werben. Das über all dem die Unsicherheiten über den politischen Weg der neuen US-Administration schwebten, war allenthalben auch bei der Begrüßungsrede von Brücke-Präsident Roger Schmidt zu greifen. Alleine der Name des neu gewählten US-Präsidenten fiel kein einziges mal.

 

Prominente Gäste waren zudem zum Brücke-Empfang gekommen, den darunter waren neben dem höchsten Repräsentanten des Hessischen Parlaments, Landtagspräsident Norbert Kartmann und dessen Parteifreund Hans-Jürgen Irmer zudem der Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz und Stadträtin Monika Graulich aus Gießen und aus Wetzlar, Stadtrat Manfred Viand, gekommen. Musikalisch hatten der gemischte Chor Modern Voices unter Leitung von Andreas Stein vom Gesangverein Germania Watzenborn-Steinberg mit eine Potpourri amerikanischer Evergreens die Gäste zu Beginn eingestimmt. Schmidt warnte in seiner Rede vor falschen Propheten und vermeintlichen Heilsbringern, die zur Zeit Konjunktur haben. Zukunft habe Deutschland in der Gemeinschaft der Europäer, damit Freiheit, Frieden und Wohlstand erhalten bleibe. Höhen und Tiefen in den transatlantischen Beziehungen, habe es schon immer gegeben. Die deutschen und amerikanischen Interessen blieben in den großen Zusammenhängen der Geschichte bestehen. Der Brücke-Klub wird weiter klaren Kurs für die transatlantische und Völker verbindende Verständigung in Respekt zum Wohle aller Menschen halten, versprach Schmidt.

Fakenews – gefälschte Nachtrichten“, gerade in sozialen Medien und dabei oft aus russischen Quellen, schädigten das Vertrauen innerhalb unserer westlichen Gesellschaften, warnte Brigadegeneral Markus T. Laubenthal. Die 28.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten von ehemals 300.000 leisten aktuell einen umso wichtigeren Beitrag gemeinsam mit der Bundeswehr und den anderen NATO-Verbündeten zur Sicherheit in Europa. Die Propaganda und Desinformation im Internet sowie die Ereignisse in der Ost-Ukraine hätten gezeigt, dass die beschlossene Verstärkung der Abschreckung wichtig sei. Die US-Army Europe (USAREUR) habe aktuell eine Brigade mit 3.500 Soldaten mit 440 Kettenfahrzeugen aus Fort Carson in Colorado für neun Monate über Bremerhaven nach Ostpolen verlegt. Eine logistische Herausforderung, die mit 1.040 Waggons in 37 Zügen bewältigt wurde. Weiteres Gerät folge zur Einlagerung in Depots zur Stärkung der schnellen Einsatzbereitschaft. Besorgte Bürger würden ihn Fragen, ob dieses „Säbelrasseln“ nötig und nicht viel mehr Dialog gefragt sei, so der General. Die Kommunikationskanäle seien offen, allerdings die Gesprächsergebnisse nicht befriedigend, wäre dann die Antwort. Eine angemessene und sichtbare Abschreckung angesichts der russischen Aktionen ist nötig, so der einmütige politische Wille. Die Geschwindigkeit zur Reaktion mit entsprechender Kampfstärke habe sich in den vergangenen Jahren erhöht. Übungen seien notwendig.

Besonders mit der jungen Zivilgesellschaft will man den Dialog nun weiter verstärken. Dafür wurde ein Intern-Programm mit Praktika für Studenten in den US-Streitkräften in Grafenwöhr, Kaiserslautern und Wiesbaden ins Leben gerufen, teilte er mit. Bereits 40 junge Menschen nicht nur aus Deutschland hätten in den letzten 15 Monaten das Angebot in den Bereichen Mediengestaltung, Journalismus, Umwelttechnik und Sprachen genutzt. Unter Telefon 0611 143 537 0401 kann man sich persönlich oder per Mail unter usarmy.wiesbaden.usareur.mbx.praktikum@mail.mil informieren und anmelden, warb er. Für Laubenthal war sein Kommen gleichzeitig der Abschied aus Hessen. In Oldenburg übernimmt er das Kommando der 1. Panzerdivision. Mit Brigadegeneral Kai Rohrscheider wird als sein Nachfolger erneut ein Deutscher als ein Zeichen für Kontinuität der guten deutsch-amerikanischen Beziehungen im USAREUR-Hauptquartier in Wiesbaden gleichberechtigt an der Seite mit dem US-Oberkommandierenden stehen.

 

Brücke-Stammtisch „Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“

Marburger Viren-Experte referiert bei der Brücke über Seuchen der Neuzeit
„Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“

image_previewGIESSEN (rge), Beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar ist am Mittwoch, den 2. März um 19.30 Uhr im Hotel Köhler in Gießen diesmal der international bekannte Virologe Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk zu Gast. Der Experte vom Institut für Virologie an der Phillips-Universität in Marburg wird dann über die aktuellen Entwicklungen von hochansteckenden Erkrankungen unter dem Titel „Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“ berichten und sich den Fragen der Zuhörer stellen. Interessierte Gäste sind zu diesem Vortrag herzlich willkommen.

„Brückenbauer“ – Ehemaliger Brücke-Präsident Paul H. Ratzel verstorben

Paul Ratzel (1931-2015)
Paul Ratzel (1931-2015)

GIESSEN-WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Aus Florida hat die Nachricht über den Tod des ehemaligen Präsidenten des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar, Paul Henry Ratzel, die Mitglieder im mittelhessischen Gießen erreicht. Bis 1994 war er viele Jahre in deren Klub und Vorstand aktiv und kehrte nach seiner Pensionierung bei der US-Army in die USA zurück. Aber auch danach blieb er dem Klub verbunden und war letztmals aus Anlass des 60. Brücke-Gründungsgeburtstages im Jahr 2010 in der Universitätsstadt zu Gast. Während der Festveranstaltung im neuen Rathaus hielt er eine leidenschaftliche Rede, die mit viel Applaus honoriert wurde. Er war zu seinen Lebzeiten ein glühender Verfechter der deutsch-amerikanischen Freundschaft. Zudem war er ein optimistischer, lebensfroher und hilfsbereiter Mensch, mit dem man gerne Freundschaft schloss, erinnert sich Brücke-Mitglied Rolf Eisenmenger. Das machte es ihm leicht, Brückenbauer zwischen Deutschland und den USA zu sein.

Ratzel wurde am 17. März 1931 in Münster-Handorf geboren, besuchte in Colmar die Schule und lernte dort English. Als Portier im Nassauer Hof in Wiesbaden lernte er einen amerikanischen Gast kennen, der ihn für den Bau der US-Interstate-Higway-Systems anwarb. 1954 wurde Ratzel amerikanischer Staatsbürger, vergaß allerdings nie seine Wurzeln in Deutschland. Er kam über die US-Army in Korea, Vietnam und Guam zurück in seine alte Heimat. Im Gießener Army Depot war er Transport-Offizier, später Logistik-Direktor und unterstützte die Brücke-Aktivitäten mit seinem Möglichkeiten tatkräftig. Nach seiner Rückkehr in die USA war er dort mit seiner Familie anerkanntes Mitglied in der Gemeinde von Destin/Florida. Wann immer möglich besuchte er seine alte Heimat und feierte mit seinen Freunden in Gießen, die ihn nicht vergessen werden. Am Donnerstag, den 26. Februar 2015 wurde er in den USA beerdigt.