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Kanzleramtschef Helge Braun würdigte menschliche Brückenbauer in Fernwald 

Kanzleramtschef Helge Braun würdigte menschliche Brückenbauer in Fernwald 

BRÜCKE-Talk mit Kanzleramtschef Prof. Dr. Helge Braun bei INTERKULTUR in Fernwald

Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun traf sich am Montag (22.10.2018) mit Mitgliedern des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar in Fernwald zum transatlantischen Austausch. Im deutschen Hauptquartier der international operierenden Kulturorganisation INTERKULTUR im Steinbacher Gewerbegebiet „Ruhberg“ begrüßten Brücke-Präsident Roger Schmidt gemeinsam mit Interkultur-Präsidenten Günter Titsch den Gast aus der Hauptstadt Berlin vor 30 interessierten Zuhörern. „Die Zeiten haben sich massiv verändert.“ stellte Braun gleich zu Beginn klar. Westbindung und NATO seien nicht mehr selbstverständlich, wie in früheren Jahren. Politiker verändern sich, die Menschen bleiben, führte er aus und würdigte die Bedeutung des internationalen zwischenmenschlichen Austauschs, wie durch DIE BRÜCKE im Jugend- und Studentenaustausch. Schwierige Phasen zu überstehen, sei eine wichtige Aufgabe von Politik und Diplomatie. Einfach Urteile über andere, seien nicht angebracht. Demokratische Entscheidungen in anderen Ländern gelte es zu respektieren. Die deutsche Regierung müsse sich zurzeit täglich auf neue nicht vorhersehbare Ereignisse einstellen, berichtete Braun aus seiner täglichen Arbeit im Kanzleramt. Lösungen sind nicht immer, wie viele Bürger hoffen, schnell zu finden unterstrich Braun weiter und erinnerte an den bevorstehenden Brexit, angedrohten Protektionismus, die Flüchtlinge aus Afrika und den arabischen Ländern aufgrund von Kriegen und Armut sowie Bundeswehreinsätze. Eine besondere Form von Friedenspolitik mit Hilfe der Kultur im Rahmen der Chormusik vermittelt INERKULTUR wurde im weiteren Verlauf gewürdigt. Die international aufgestellten Gastgeber um Titsch stellten beim Brücke-Talk dem Minister ihre weltweiten Chorfestivals vor, darunter auch in den USA. Die Olympiade der Chöre mit den World Choir Games fanden so 2012 in Cincinnati/Ohio statt, erfuhr Braun. Titsch vermittelte auch die Herausforderungen in der Visa-Politik sowie weiteren Hürden im politischen Spannungsfeld, um diese Festivals erfolgreich zu organisieren. Braun konnte erleben, dass nicht nur Amerika sondern unter anderem auch China, Russland und Südafrika zu den Veranstaltungsländern von INTERKULTUR gehören. Brücken bauen zwischen den Menschen, verbindet die beiden Organisationen wie DIE BRÜCKE und INTERKULTUR, sagte Günter Titsch am Ende des Talks. Schmidt bedankte sich am Ende bei Braun für das Kommen und das offene Gespräch und bei Titsch für die Gastfreundschaft. 

Gruppenfoto nach dem BRÜCKE-TALK mit Kanzleramtschef Prof. Dr. Helge Braun bei der Friedensglocke der World Choir Games

„Rocket Man“ Thomas Reiter nahm Brücke-Gäste mit ins All

GIESSEN – Auf eine Reise ins All zu benachbarten Planeten und fernen Galaxien nahm der diesjährige Ehrengast des Brücke-Neujahrsempfang 2018 , der Astronaut Thomas Reiter, die geladenen Gäste mit. Im Hotel Köhler waren die zahlreich gekommen, um von ihm persönlich zu hören und zu sehen, wie seine Erlebnisse beim Flug und seine langen Aufenthalte in der Raumstationen Euromir und später in der ISS waren. Begrüßt wurde er von den Brücke-Präsidenten Roger Schmidt und Petra Bröckmann. Dabei war auch VDAC-Präsidentin Sigrid Behnke-Dewath. Musik gab es zur Einstimmung vom Gießener Chor  Ton in Ton Lützellinden unter Leitung von Matthias Schulze. 

 

Reiter informierte in seinen Vortrag über die robotische und astronautische Raumfahrt in Europa der ESA.  Reiter dessen  Werdegang nach dem Abitur 1977 in Wetzlar bei der Bundeswehr begann und der über die Luftwaffe sich als Astronaut bei der ESA bewarb, wurde 1992 unter 20.000 Bewerbern als einer der wenigen ausgewählt. 1995 folgte nach viel Training der Start zur Euromir. 2006 unternahm er mit der Raumfähre Discovery eine weitere Reise ins Orbit, diesmal zur neuen ISS-Raumstation. 342 Tage verbrachte er auf den Raumstationen, fast ein ganzes Lebensjahr im All. Spektakulär, sei der Ausblick gewesen, für den er allerdings viel zu wenig Zeit aufgrund der zahlreichen Forschungsaufgaben hatte. Zum Wohle aller Menschen. Stammzellenforschung und Kristallzüchtung in Schwerelosigkeit gehören dazu. Er unternahm auch als erster deutscher Raumfahrer einen Weltraumausstieg. Neugierig waren die Zuhörer auf seinen Ausblick. Gibt es Wasser auf Mond und Mars? Es sei möglich und wird von Wissenschaftlern vermutet, so seine Antwort. Da Methan auf dem Mars gemessen wurde, bestehe die theoretische Möglichkeit, dass es dort Leben gebe. Spannend, weil es dort eigentlich kein Methan geben dürfte. Geologisch oder Biologisch wird dann hoffentlich bald der Nachweis erbracht. Die Reise zum Mond wird von den USA für 2019 wieder geplant und der Mars ist 2022 im Blick. Seltene Erden und weitere Rohstoffe locken unter anderem. Noch gilt es die Technik in den Griff zu bekommen. 

Hier der rund einstündige  Vortrag von Thomas Reiter vom 17. Januar 2018 … 

Traumhaft! Brücke-Benefizkonzert Winter MUSIK Wonderland verzauberte Gäste

Ausverkauftes Forum der Volksbank Mittelhessen in Gießen
Das Blasorchester des Musikzug Holzheim mit Dirigent Alfred Peppmöller beim Winter MUSIC Wonderland (Foto: Stephan Sieber)

POHLHEIM (rg/rge/ger), Es war ein traumhafter Konzertabend in Gießen für die gute Sache von Kindern und Jugendlichen kurz vor Weihnachten. Regional und Transatlantisch. Für das Benefizkonzert Winter MUSIC Wonderland des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE bildete das farbenfroh illuminierte Forum der Volksbank Mittelhessen dafür die perfekte große Bühne und für drei namhafte Chöre mit Cantamus Gießen (Leiter Axel Pfeiffer), Klangfarben Gießen (Jean Kleeb) und Voice Factory Holzheim (Matthias Hampel), ein klangvolles Blasorchester mit dem Musikzug Holzheim (Alfred Peppmöller) und zwei stimmvolle Sängerinnen mit Aayana Bato und Ingi Fett den passenden  Rahmen. Das alles war von der BRÜCKE für die gute Sache der Kinder- und Jugendarbeit der Lebenshilfe Gießen mit der Inklusion in der Sophie-Scholl-Schule Gießen sowie dem Verband Deutsch-Amerikanischer Klubs (VDAC) bestimmt.

 

Brücke-Präsident Roger Schmidt freute sich so mit Moderatorin und Vize-Präsidentin Petra Bröckmann über ein ausverkauftes Haus im gläsernen Forum. Nach dem instrumentalen Intro „Highland Cathedral“ durch die Orchestermusiker überbrachte Volksbank-Vorstand Dr. Lars Witteck die besten Wünsche an die vielen Besucher. Er würdigte dabei besonders die gerade in diesen Zeiten wichtige Völker verbindende transatlantische Arbeit der Brücke. Seinen Worten folgte auch Schirmherrin, Landrätin Anita Schneider. Die ebenfalls anwesende Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen Maren Müller-Erichsen informierte die Gäste über die inklusive Arbeit an der Sophie-Scholl-Schule im gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Schülern. Ganz still wurde es im Forum als die Solistin Aayana Bato den „Little Drummer Boy“ mit dem Trommelschlag eines elfjährigen Musikers intonierte. Dem folgte das „Winter Wonderland“ als amerikanischer Weihnachtsklassiker, bevor die Voice Factory unter anderem den beschwingten „Weihnachtskekseswing“ sowie den choreografierten „Lord of the dance“ präsentierten. Der aktuelle Gewinner des Hessischen Chorwettbewerbs, Cantamus Gießen mit Axel Pfeiffer, setzte weitere, besondere Akzente. Mit dem perfekt intonierten „O magnum mysterium“, dem Spiritual „The Battle of Jericho“ sowie dem bekannte Weihnachtshit „Jingle Bells“ verzauberten sie das Publikum. Diesen einzigartigen Musikwelten stand der Kammerchor Klangfarben Gießen in nichts nach. Ola Gjeilos „Norther Lights“ war einer ihrer Beiträge, zu dem auch das brasilianische Weihnachtslied aus dem Heimatland des Dirigenten Jean Kleeb „Estrela de Natal“ gehörte. Bekannt unter anderem von den „Drei Stimmen“, bildete Ingi Fett im weißen Abendkleid ein weiteres Glanzlicht an diesem Abend. Premiere hatte dabei an ihrer Seite Tochter Lilli. „When christmas comes to town“ aus dem Film „Polarexpress“ und „Santa Claus is coming to town“ verzauberte die Konzertbesucher. Zum Finale stimmten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem 25-köpfigen Orchester und dem Publikum Michael Jacksons Hymne „We are the world“ an . Ein schönes musikalisches Signal für das verbindende der Menschheit über alle Grenzen. Der transatlantische Austausch den die Brücke in der Zusammenarbeit mit dem VDAC betreibt, ist dafür von wichtiger Bedeutung, verdeutlichte Schmidt in seines Dankesworten am Ende. Besonders erwähnte er dabei die zahlreichen Helfer und Unterstützter. So gehörten unter anderem der Präsident der Kulturorganisation INTERKULTUR mit Günter Titsch und INTERKULTUR China, Wang Qin, BILL Event mit Richard Stoiß, BIEBER Marburg mit Sven Bieber, Auto Häuser mit Gerhold Häuser und die Volksbank Mittelhessen mit dem Generalbevollmächtigten Dr. Lars Witteck zu den Unterstützern aus der heimischen Region von Winter MUSIC Wonderland. Weiterer Dank galt der Licher Brauerei, der Bäckerei Künkel, der Blumenwerkstatt hoch2, IVV Weinhandel, RG-BOX Kommunikation, Saarbourg Design und dem Team der Volksbank Mittelhessen.

„Fakenews schädigen Vertrauen der Gesellschaft“

Chief of Staff“ der US-Army Europe Brigadegeneral Markus T. Laubenthal beim Brücke-Empfang

„Chief of Staff“ der US-Army Europe in Wiesbaden , Markus T. Laubenthal (3.von rechts) mit Brücke-Präsident Roger Schmidt (rechts) und Vizepräsident Günther Schmadel (links) sowie Ehrengäste beim Brücke-Neujahrsempfang 2017

GIESSEN – WETZLAR – MITTELHESSEN (rg) – Es ist lange her, dass hochrangiger militärischer Besuch in Gießen begrüßt werden konnte. Bis zum Abzug der letzten US-GIs im Jahr 2007 beherrschten deutsche und amerikanische Soldaten über viele Jahrzehnte das Straßenbild als Garnisonsstadt. Die Zeiten änderten sich und ändern sich erneut. Mit Brigadegeneral Markus T. Laubenthal war am Mittwochabend mit dem „Chief of Staff“ aus dem Hauptquartier der US-Army Europe in der Wiesbaden einer der führenden deutschen Generäle auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar zu Gast. Laubenthal war der erste deutsche „Chief of Staff“ in den amerikanischen Streitkräften überhaupt an der Seite von US-Generals Ben Hodges. Beim Brücke-Neujahrsempfang im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal des Hotels Köhler nutzte er seine Rede um die aktuelle sicherheitspolitische Situation in Europa zu beleuchten und für die wichtige Zusammenarbeit innerhalb des nordatlantischen Verteidigungsbündnis zu werben. Das über all dem die Unsicherheiten über den politischen Weg der neuen US-Administration schwebten, war allenthalben auch bei der Begrüßungsrede von Brücke-Präsident Roger Schmidt zu greifen. Alleine der Name des neu gewählten US-Präsidenten fiel kein einziges mal.

 

Prominente Gäste waren zudem zum Brücke-Empfang gekommen, den darunter waren neben dem höchsten Repräsentanten des Hessischen Parlaments, Landtagspräsident Norbert Kartmann und dessen Parteifreund Hans-Jürgen Irmer zudem der Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz und Stadträtin Monika Graulich aus Gießen und aus Wetzlar, Stadtrat Manfred Viand, gekommen. Musikalisch hatten der gemischte Chor Modern Voices unter Leitung von Andreas Stein vom Gesangverein Germania Watzenborn-Steinberg mit eine Potpourri amerikanischer Evergreens die Gäste zu Beginn eingestimmt. Schmidt warnte in seiner Rede vor falschen Propheten und vermeintlichen Heilsbringern, die zur Zeit Konjunktur haben. Zukunft habe Deutschland in der Gemeinschaft der Europäer, damit Freiheit, Frieden und Wohlstand erhalten bleibe. Höhen und Tiefen in den transatlantischen Beziehungen, habe es schon immer gegeben. Die deutschen und amerikanischen Interessen blieben in den großen Zusammenhängen der Geschichte bestehen. Der Brücke-Klub wird weiter klaren Kurs für die transatlantische und Völker verbindende Verständigung in Respekt zum Wohle aller Menschen halten, versprach Schmidt.

Fakenews – gefälschte Nachtrichten“, gerade in sozialen Medien und dabei oft aus russischen Quellen, schädigten das Vertrauen innerhalb unserer westlichen Gesellschaften, warnte Brigadegeneral Markus T. Laubenthal. Die 28.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten von ehemals 300.000 leisten aktuell einen umso wichtigeren Beitrag gemeinsam mit der Bundeswehr und den anderen NATO-Verbündeten zur Sicherheit in Europa. Die Propaganda und Desinformation im Internet sowie die Ereignisse in der Ost-Ukraine hätten gezeigt, dass die beschlossene Verstärkung der Abschreckung wichtig sei. Die US-Army Europe (USAREUR) habe aktuell eine Brigade mit 3.500 Soldaten mit 440 Kettenfahrzeugen aus Fort Carson in Colorado für neun Monate über Bremerhaven nach Ostpolen verlegt. Eine logistische Herausforderung, die mit 1.040 Waggons in 37 Zügen bewältigt wurde. Weiteres Gerät folge zur Einlagerung in Depots zur Stärkung der schnellen Einsatzbereitschaft. Besorgte Bürger würden ihn Fragen, ob dieses „Säbelrasseln“ nötig und nicht viel mehr Dialog gefragt sei, so der General. Die Kommunikationskanäle seien offen, allerdings die Gesprächsergebnisse nicht befriedigend, wäre dann die Antwort. Eine angemessene und sichtbare Abschreckung angesichts der russischen Aktionen ist nötig, so der einmütige politische Wille. Die Geschwindigkeit zur Reaktion mit entsprechender Kampfstärke habe sich in den vergangenen Jahren erhöht. Übungen seien notwendig.

Besonders mit der jungen Zivilgesellschaft will man den Dialog nun weiter verstärken. Dafür wurde ein Intern-Programm mit Praktika für Studenten in den US-Streitkräften in Grafenwöhr, Kaiserslautern und Wiesbaden ins Leben gerufen, teilte er mit. Bereits 40 junge Menschen nicht nur aus Deutschland hätten in den letzten 15 Monaten das Angebot in den Bereichen Mediengestaltung, Journalismus, Umwelttechnik und Sprachen genutzt. Unter Telefon 0611 143 537 0401 kann man sich persönlich oder per Mail unter usarmy.wiesbaden.usareur.mbx.praktikum@mail.mil informieren und anmelden, warb er. Für Laubenthal war sein Kommen gleichzeitig der Abschied aus Hessen. In Oldenburg übernimmt er das Kommando der 1. Panzerdivision. Mit Brigadegeneral Kai Rohrscheider wird als sein Nachfolger erneut ein Deutscher als ein Zeichen für Kontinuität der guten deutsch-amerikanischen Beziehungen im USAREUR-Hauptquartier in Wiesbaden gleichberechtigt an der Seite mit dem US-Oberkommandierenden stehen.

 

Römisches Forum und Bronze-Pferdekopffund in Waldgirmes sind Brücke-Stammtischthemen

reiterstatueGIESSEN (rge), 31.10.2016 – In die Zeit des römischen Imperiums vor rund 2.000 Jahren entführt der Leiter der LEGIO Augusta Germanica und Vorstandsmitglied vom Förderverein Römisches Forum Waldgirmes, Herrn Hartmut Krämer, die Gäste beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar am Mittwoch, den 2. November 2016. Um 19.30 Uhr wird er im Hochzeitssaal des Hotel Köhler in Gießen, Westanlage 33-35 unter der Überschrift „Waldgirmes, eine römische Stadtgründung in Germanien“ in einem Multimediavortrag über das Zusammenleben von Römern und Germanen in Mittelhessen berichten. Dann gibt es auch vielleicht neue Entwicklungen über den laufenden Streitfall zum epochalen Fund des römischen Bronze-Pferdekopfes in der Lahnauer Gemarkung zu berichten. Interessierte Bürger und Mitglieder sind herzlich eingeladen.

 

Brücke-Stammtisch „Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“

Marburger Viren-Experte referiert bei der Brücke über Seuchen der Neuzeit
„Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“

image_previewGIESSEN (rge), Beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar ist am Mittwoch, den 2. März um 19.30 Uhr im Hotel Köhler in Gießen diesmal der international bekannte Virologe Prof. Dr. Hans-Dieter Klenk zu Gast. Der Experte vom Institut für Virologie an der Phillips-Universität in Marburg wird dann über die aktuellen Entwicklungen von hochansteckenden Erkrankungen unter dem Titel „Virale Blitzkriege: Marburg-, Ebola- und SARS-Infektionen“ berichten und sich den Fragen der Zuhörer stellen. Interessierte Gäste sind zu diesem Vortrag herzlich willkommen.

„Gesicht der Luftbrücke“ Gail S. Halvorsen in Frankfurt ausgezeichnet

Transatlantischer Botschafter für Freiheit und Menschlichkeit vom VDAC gewürdigt

Brücke-Präsident Roger Schmidt gemeinsam mit Mercedes und Peter Wild (Mitte) sowie US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman (rechts)
Brücke-Präsident Roger Schmidt gemeinsam mit Mercedes und Peter Wild (Mitte) sowie US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman (rechts)

FRANKFURT, 11.10.2015 – „Gail S. Halvorsen ist wie kein anderer das Gesicht der Berliner Luftbrücke“ sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Fraport AG Prof. Wilhelm Bender bei der Verleihung der General Lucius D. Clay-Medaille an den weltberühmten Luftbrücke-Piloten. Im Frankfurter Römer sangen ihm die 150 geladenen Gäste bei der Festveranstaltung im Rahmen des Deutsch-Amerikanischen Tages 2015 des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) ein Geburtstagsständchen, denn am gleichen Tag feierte er mit seiner Familie in den USA seinen 95. Geburtstag. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er den Atlantik nicht überqueren, dafür nahm seine jahrzehntelange gute Freundin Mercedes Wild in seinem Auftrag die Clay-Medaille entgegen. Sie hatte als Kind vom als bekannt gewordenen „Candy-Bomber“ Süßigkeiten aufgefangen, die an seinen von ihm selbst gebastelten Fallschirmen die Kinder in Berlin während der Blockade glücklich machte und Hoffnung schenkte.

Die Begeisterung für diese Aktion zur Freiheit von Berlin, deren Beispiel viele Piloten in den Jahren 1948/1949 folgten, machte Geschichte und ihn selbst zu einem „Popstar im Cockpit“. Kinder und Jugendliche folgen ihm heute noch bei seinen persönlichen Erlebnisberichten in Schulen und Universitäten, die immer von der zentralen Botschaft der Menschlichkeit und Völkerverständigung geprägt sind. Dies unterstrich auch Bender, denn es sei nicht selbstverständlich, das 70 Jahre nach diesen historischen Ereignissen Halvorsen noch so engagiert für die transatlantischen Beziehungen wirbt. „Er ist authentisch und freundlich“ fasst er dessen Ausstrahlung zusammen.

 

VDAC-Präsident Jacob Schrot übergab die Clay-Medaille an die Berlinerin Mercedes Wild mit den besten Wünschen für Halvorsen. Zuvor hatten ihn der Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler, US-Generalkonsul James W. Herman, der Vizepräsident des American Chamber of Commerce David R. Knower sowie der Direktor der Atlantischen Akademie
Dr. David Sirakov in Grußworten gewürdigt. Dabei stellten alle Redner auch die transatlantischen Aktivitäten des VDAC mit seinem Studentenaustausch und Jugendprogramm heraus. Für die musikalische Untermalung beim Festakt sorgten die Musiker der Brass6`tett des Heeresmusikkorps Kassel.

DIE BRÜCKE feierte mit deutsch-amerikanischer Party ihren 65.Geburtstag

„American Magic in Mittelhessen“ – Brücke-Frauen gewürdigt

FIREBEAZZ mit Brücke-Freunden
FIREBEAZZ mit Brücke-Freunden

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), „Mein Kindheitstraum wurde wahr!“ sagte die deutsche Austauschstudentin Carina Thomys sichtlich emotional am Freitag beim Festabend des Deutsch-Amerikanischen Klubs „DIE BRÜCKE“ Gießen-Wetzlar als sie über ihre Erfahrung des einjährigen Aufenthalts in den USA berichtete, den ihr die Mitglieder mit einem Stipendium ermöglicht hätten. Es war der Moment im Bürgerhaus Kleinlinden im Rahmen der Feier aus Anlass des 65-jährigen BRÜCKE-Bestehens in dem sie stellvertretend für viele anderen junge Teilnehmer gemeinsam mit dem US-amerikanischen Austauschstudenten Patrick Elsworth und der Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.500 Euro für das transatlantische Jugend- und Studentenaustauschprogramm im Verband Deutsch-Amerikanischer Clubs (VDAC) in Empfang nahm. „American Magic in Mittelhessen“ lautete das Motto des Festabends, der neben Reden von der Schirmherrin, Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und dem Vertreter des US-Generalkonsulats Frankfurt, Bradrick Graves, ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Musik, Gesang, Zauberei und einem dazu passenden amerikanischen Buffet geboten wurde. DIE BRÜCKE feierte mit deutsch-amerikanischer Party ihren 65.Geburtstag weiterlesen

65 Jahre jung! DIE BRÜCKE feiert

65 Jahre deutsch-amerikanische Geschichte in Gießen – Festschrift erschienen

Viel los war beim Sommer-BBQ des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" im Kleintierpark in Fernwald
Die Brücke-Mitglieder im Sommer 2015

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Der Deutsch-Amerikanische Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar feiert im Oktober 2015 (Freitag, 2. Oktober 2015, 19 Uhr) unter der Schirmherrschaft der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und dem US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman, im Bürgerhaus Kleinlinden seinen 65. Gründungsgeburtstag. Der Festabend steht unter der Überschrift „65 Jahre DIE BRÜCKE – American Magic in Mittelhessen“. Das Motto soll an die bis heute prägenden Einflüsse in Kultur und Gesellschaft erinnern, den die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten in unserer Region hinterlassen haben, so auch auf die Entwicklung der Brücke. Mitglieder, geladene Gäste und befreunde Partnerschaftsklubs werden erwartet. An die zurückliegenden Jahre, die von Niederlage nach dem Krieg, Aufbruch in das „Wirtschaftswunder“, der Wiedervereinigung Deutschlands sowie weitereichenden weltpolitischen Veränderungen, bis in die jüngste Flüchtlingsbewegung, geprägt waren und sind sowie an die vielfältigen Klub-Aktivitäten der Brücke erinnert die dieser Tage veröffentlichte Festschrift . In großem DIN-A4-Format und auf 24 reich bebilderten Seiten beleuchtet sie die Geschichte der BRÜCKE, in dem nicht nur Deutsche und Amerikaner sondern auch andere Nationalitäten sich zusammen gefunden haben und die Völkerverständigung und den Austausch pflegen.

 

„Nichts bleibt wie es ist, alles wird anders als man denkt.“ sagt Brücke-Präsident Roger Schmidt in der Festschrift, wenn er sich mit der Geschichte des Klubs beschäftigt. Eigentlich war 1948 das Jahr in dem alles begann. Gießen war nach dem Krieg eine Garnisonsstadt mit tausenden stationierten von US-Gis und ihren Familien. Nicht einfaches Ziel einer Gruppe von deutschen Frauen in Gießen war es kurz nach dem Krieg, die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen Deutschen und Amerikanern durch eine Vereinigung zu fördern. Einige amerikanische Frauen waren der gleichen Meinung. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung und vielen Gesprächen war es soweit. Am 13. März 1950 wurde bei der ersten offiziellen Versammlung im Haus der Wilhelmstraße 20, dem damaligen Sitz der „High Commission for Germany“, die BRÜCKE von US-amerikanischen und deutschen Frauen als zunächst reiner Frauenklub gegründet. Der Name war bewusst als Symbol für den Brückenschlag für die Menschen und der Verständigung über den Atlantik gewählt worden. Der Klub wurde bekannt durch sein Engagement für Kinder, insbesondere gegen die noch grassierende Kinderlähmung. 27.000 DM wurden damals bei einer „Pfennigparade“ gesammelt und eine „Eiserne Lunge“ für erkrankte Kinder finanziert. Ferienprogramme gab es in den Folgejahren 1956-59 unter dem Namen „Glücklicher Sommer“ in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem CVJM. Nach der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse unterstützt man individuell regionale Organisationen, wie die Kinderkrebsstation Peiper, das Familienzentrum für krebskranke Kinder oder in der jüngeren Vergangenheit die Jugendarbeit der Diakonie oder den Kinderhospizdienst. 1979 öffnete sich der Klub den Männern. Mit dem Wetzlarer Klub vereinigte man sich im Jahr 2001.

 

Wichtig ist den Mitgliedern der Austausch zwischen Jugendlichen und angehenden Akademikern dies und jenseits des Atlantiks. Der Klub unterstützt als Mitglied im Verband der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC), das Programm des Studenten- und Jugendaustausches. Dazu hat er eine Studentenbeauftragte ernannt, aktuell Kerstin Ruppel. Jährlich sind junge Amerikaner in Gießen zum Studium zu Gast, wie deutsche Studenten an einer amerikanischer Universität. Die Mitglieder sorgen dann dafür, dass sich die jungen Leute aus den Staaten hier wie zuhause fühlen.

 

Eine Zäsur in der Vereinsgeschichte bildete der Abzug der US-Amerikaner aus Gießen im September 2007, ist der Festschrift zu entnehmen. Zuvor waren in der Brücke besonders US-Familien von Offizieren fest im Vereinsleben verankert. 2008 wechselte man zudem das Vereinslokal vom Dach Café in das Hotel Köhler.

 

Eine Neuausrichtung gelang. Viele Veranstaltungen wurden neu entwickelt, wie die beiden Benefiz-Konzerte unter dem Titel „We are the world“ mit heimischen Chören. Traditionelle Veranstaltungen wie Ladys Gathering (Damentreffen), Sommer-BBQ und Thanksgiving wurden erfolgreich fortgeführt. Regelmäßige Stammtische zu auch kontroversen Themen wurden und werden veranstaltet. Gast war hier aktuell der scheidende Regierungspräsident Lars Witteck, der zur Flüchtlingssituation in Mittelhessen referierte. Die Neujahrsempfänge der Brücke sind seit 2010 zu gesellschaftlichen Ereignissen im Kalender der Region geworden. Ehrengäste waren hier neben der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (2010), der US-Generalkonsul Edward Alford (2011), der Konsul für Kultur und Bildung beim Generalkonsulat der Volksrepublik China in Frankfurt, Liu Xiaolu und sein Vertreter, Vize-Konsul Wang Lin (2012), US-Generalkonsul Kevin C. Milas (2013), der Direktor des bundesweit einmaligen Mathematikums, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (2014) sowie die Intendantin des Stadttheaters Gießen, Cathérine Miville (2015).

 

„Aktuell steht die Gesellschaft vor neuen Herausforderungen. Tausende von Menschen suchen Frieden, Wohlstand und Glück in Deutschland und anderen Teilen Europas.“ blickt Schmidt in seinen Grußworten auf aktuelle Geschehnisse in direkter Nachbarschaft. Wie einst Menschen aus unserer Region, die in vorigen Jahrhunderten nicht aus Abenteuerlust sondern ebenfalls aus purer wirtschaftlicher Not und Verfolgung aus ganz Europa in die USA aufbrachen, wiederholen sich Ereignisse, unterstreicht er. „Wenn wir unseren 65. Gründungsgeburtstag in diesem Jahr feiern, gilt denen unsere Solidarität die Hilfe benötigen und wir denken an die Helferinnen und Helfer, die im täglichen Einsatz für diese Menschen bis an ihre persönlichen Grenzen gehen.“ DIE BRÜCKE will auch weiterhin an der Seite derer stehen, die Unterstützung benötigen. Dafür ist die transatlantische Verständigung und Freundschaft sowie die Völkerverständigung und Frieden über unsere Grenzen hinaus ein wichtiger Baustein, so das Selbstverständnis des Klubs.

Sommer-BBQ im Kleintierpark

Viel los war beim Sommer-BBQ des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" im Kleintierpark in Fernwald
Viel los war beim Sommer-BBQ des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ im Kleintierpark in Fernwald

GIESSEN/FERNWALD (RG) – Zum Sommer-BBQ der Brücke waren wieder zahlreiche Gäste gekommen. Bei heißen Temperaturen bot der Kleintierpark in Fernwald mit seiner schönen Anlage genug Platz auch ein schattiges Plätzchen zu finden. Grillmeister war diesmal Vize-Präsident Günther Schmadel, der leckere Steaks und Würstchen servierte. Auch Gäste aus den USA waren dabei. Nick und Sabine Stollenmeyer aus Baltimore waren mit ihren Kindern dabei und auch die Brücke-Austauschstudentin Alison Haskins war mit der Studentenbeauftragten Kerstin Ruppel gekommen. So verbrachten die Brücke-Mitglieder einen schönen Sommertag inmitten der Tiere und der Natur.