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65 Jahre jung! DIE BRÜCKE feiert

65 Jahre deutsch-amerikanische Geschichte in Gießen – Festschrift erschienen

Viel los war beim Sommer-BBQ des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" im Kleintierpark in Fernwald
Die Brücke-Mitglieder im Sommer 2015

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Der Deutsch-Amerikanische Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar feiert im Oktober 2015 (Freitag, 2. Oktober 2015, 19 Uhr) unter der Schirmherrschaft der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und dem US-Generalkonsul in Frankfurt, James W. Herman, im Bürgerhaus Kleinlinden seinen 65. Gründungsgeburtstag. Der Festabend steht unter der Überschrift „65 Jahre DIE BRÜCKE – American Magic in Mittelhessen“. Das Motto soll an die bis heute prägenden Einflüsse in Kultur und Gesellschaft erinnern, den die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten in unserer Region hinterlassen haben, so auch auf die Entwicklung der Brücke. Mitglieder, geladene Gäste und befreunde Partnerschaftsklubs werden erwartet. An die zurückliegenden Jahre, die von Niederlage nach dem Krieg, Aufbruch in das „Wirtschaftswunder“, der Wiedervereinigung Deutschlands sowie weitereichenden weltpolitischen Veränderungen, bis in die jüngste Flüchtlingsbewegung, geprägt waren und sind sowie an die vielfältigen Klub-Aktivitäten der Brücke erinnert die dieser Tage veröffentlichte Festschrift . In großem DIN-A4-Format und auf 24 reich bebilderten Seiten beleuchtet sie die Geschichte der BRÜCKE, in dem nicht nur Deutsche und Amerikaner sondern auch andere Nationalitäten sich zusammen gefunden haben und die Völkerverständigung und den Austausch pflegen.

 

„Nichts bleibt wie es ist, alles wird anders als man denkt.“ sagt Brücke-Präsident Roger Schmidt in der Festschrift, wenn er sich mit der Geschichte des Klubs beschäftigt. Eigentlich war 1948 das Jahr in dem alles begann. Gießen war nach dem Krieg eine Garnisonsstadt mit tausenden stationierten von US-Gis und ihren Familien. Nicht einfaches Ziel einer Gruppe von deutschen Frauen in Gießen war es kurz nach dem Krieg, die Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen Deutschen und Amerikanern durch eine Vereinigung zu fördern. Einige amerikanische Frauen waren der gleichen Meinung. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung und vielen Gesprächen war es soweit. Am 13. März 1950 wurde bei der ersten offiziellen Versammlung im Haus der Wilhelmstraße 20, dem damaligen Sitz der „High Commission for Germany“, die BRÜCKE von US-amerikanischen und deutschen Frauen als zunächst reiner Frauenklub gegründet. Der Name war bewusst als Symbol für den Brückenschlag für die Menschen und der Verständigung über den Atlantik gewählt worden. Der Klub wurde bekannt durch sein Engagement für Kinder, insbesondere gegen die noch grassierende Kinderlähmung. 27.000 DM wurden damals bei einer „Pfennigparade“ gesammelt und eine „Eiserne Lunge“ für erkrankte Kinder finanziert. Ferienprogramme gab es in den Folgejahren 1956-59 unter dem Namen „Glücklicher Sommer“ in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem CVJM. Nach der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse unterstützt man individuell regionale Organisationen, wie die Kinderkrebsstation Peiper, das Familienzentrum für krebskranke Kinder oder in der jüngeren Vergangenheit die Jugendarbeit der Diakonie oder den Kinderhospizdienst. 1979 öffnete sich der Klub den Männern. Mit dem Wetzlarer Klub vereinigte man sich im Jahr 2001.

 

Wichtig ist den Mitgliedern der Austausch zwischen Jugendlichen und angehenden Akademikern dies und jenseits des Atlantiks. Der Klub unterstützt als Mitglied im Verband der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC), das Programm des Studenten- und Jugendaustausches. Dazu hat er eine Studentenbeauftragte ernannt, aktuell Kerstin Ruppel. Jährlich sind junge Amerikaner in Gießen zum Studium zu Gast, wie deutsche Studenten an einer amerikanischer Universität. Die Mitglieder sorgen dann dafür, dass sich die jungen Leute aus den Staaten hier wie zuhause fühlen.

 

Eine Zäsur in der Vereinsgeschichte bildete der Abzug der US-Amerikaner aus Gießen im September 2007, ist der Festschrift zu entnehmen. Zuvor waren in der Brücke besonders US-Familien von Offizieren fest im Vereinsleben verankert. 2008 wechselte man zudem das Vereinslokal vom Dach Café in das Hotel Köhler.

 

Eine Neuausrichtung gelang. Viele Veranstaltungen wurden neu entwickelt, wie die beiden Benefiz-Konzerte unter dem Titel „We are the world“ mit heimischen Chören. Traditionelle Veranstaltungen wie Ladys Gathering (Damentreffen), Sommer-BBQ und Thanksgiving wurden erfolgreich fortgeführt. Regelmäßige Stammtische zu auch kontroversen Themen wurden und werden veranstaltet. Gast war hier aktuell der scheidende Regierungspräsident Lars Witteck, der zur Flüchtlingssituation in Mittelhessen referierte. Die Neujahrsempfänge der Brücke sind seit 2010 zu gesellschaftlichen Ereignissen im Kalender der Region geworden. Ehrengäste waren hier neben der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (2010), der US-Generalkonsul Edward Alford (2011), der Konsul für Kultur und Bildung beim Generalkonsulat der Volksrepublik China in Frankfurt, Liu Xiaolu und sein Vertreter, Vize-Konsul Wang Lin (2012), US-Generalkonsul Kevin C. Milas (2013), der Direktor des bundesweit einmaligen Mathematikums, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (2014) sowie die Intendantin des Stadttheaters Gießen, Cathérine Miville (2015).

 

„Aktuell steht die Gesellschaft vor neuen Herausforderungen. Tausende von Menschen suchen Frieden, Wohlstand und Glück in Deutschland und anderen Teilen Europas.“ blickt Schmidt in seinen Grußworten auf aktuelle Geschehnisse in direkter Nachbarschaft. Wie einst Menschen aus unserer Region, die in vorigen Jahrhunderten nicht aus Abenteuerlust sondern ebenfalls aus purer wirtschaftlicher Not und Verfolgung aus ganz Europa in die USA aufbrachen, wiederholen sich Ereignisse, unterstreicht er. „Wenn wir unseren 65. Gründungsgeburtstag in diesem Jahr feiern, gilt denen unsere Solidarität die Hilfe benötigen und wir denken an die Helferinnen und Helfer, die im täglichen Einsatz für diese Menschen bis an ihre persönlichen Grenzen gehen.“ DIE BRÜCKE will auch weiterhin an der Seite derer stehen, die Unterstützung benötigen. Dafür ist die transatlantische Verständigung und Freundschaft sowie die Völkerverständigung und Frieden über unsere Grenzen hinaus ein wichtiger Baustein, so das Selbstverständnis des Klubs.

Allison Haskins: „Das beste Jahr meines Lebens!“

US-Studentin hatte gute Zeit in Gießen – Brücke-Abschied 

War glücklich für ein Jahr in Gießen zu sein: Die Austauschstudentin aus den USA, Allison Haskins (Mitte) mit der der Studentenaustausch-Beauftragten Kerstin Ruppel (rechts) und Vorstandsmitglied Evi Schmadel vom Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar.
War glücklich für ein Jahr in Gießen zu sein: Die Austauschstudentin aus den USA, Allison Haskins (Mitte) mit der der Studentenaustausch-Beauftragten Kerstin Ruppel (rechts) und Vorstandsmitglied Evi Schmadel vom Deutsch-Amerikanischen Klub DIE BRÜCKE Gießen-Wetzlar.

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Als bestes Jahr ihres bisherigen Lebens, bezeichnete die US-Studentin Allison Haskins ihr Jahr in Gießen. Dieser Tage verabschiedeten sich die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Klubs „DIE BRÜCKE“ Gießen-Wetzlar von der Studentin von der University of Alabama. Sie war durch ein Stipendium des Studentenaustauschprogramms des Verbandes Deutsch-Amerikanischer Clubs (VDAC), mit dem der mittelhessische Klub verbunden ist, für zwei Semester zum Studium an die Justus-Liebig-Universität gekommen. Betreut wurde sie dabei maßgeblich von der Brücke-Studentenbeauftragten Kerstin Ruppel, die ihr Land und Leute in und um Gießen mit den Klub-Mitgliedern näher brachte.

 

„Ich habe so viel erlebt.“ sagte Haskins beim Abschied und hob dabei neben der erlebten Gastfreundschaft in und um Gießen, die Feiern zum „Tag der Deutschen Einheit“, den Kölner Karneval und Silvester in der Hauptstadt Berlin als weitere besondere Erlebnisse in Deutschland hervor. Während des Studiums hatte sie Gelegenheit Kurse zu dem Themen interkultureller Kommunikation und internationale Migration sowie zur Literatur und deutschen Popkultur zu besuchen. Besonders das Zusammenkommen mit deutschen und internationalen Studenten in Gießen war für sie eine besondere Erfahrung. Gerade die Offenheit bei Diskussionen und Gesprächen beeindruckte sie. Von Weihnachtskultur bis hin zu aktuellen politischen Themen wurde dabei gesprochen. „Durch meine Erlebnisse in Deutschland und Europa habe ich viel über mich selbst, andere Menschen und die Welt gelernt.“ sagt sie heute. Dank der Unterstützung durch die Brücke, habe sie eine andere Kultur erleben können und heute neue Perspektiven im Blick auf die Welt. „Ich werde die Zeit in Gießen niemals vergessen.“ sagte sie vor ihrem Rückflug in die USA.

 

Inzwischen ist schon der neue Brücke-Austauschstudent in Gießen angekommen. Patrick Elsworth lebt in Washinton DC und kommt vom Oberlin College in Ohio an die Justus-Liebig-Universität. Dort besuchte er nach der Ankunft bereits den ersten Lehrgang zur Einführung. Zurück aus den USA ist inzwischen die deutsche Austauschstudentin Carina Thomys. Sie war für ein Jahr an der University of Deleware und wird beim Brücke-Stammtisch am Mittwoch, den 7. Oktober um 19.30 Uhr im Hotel Köhler von ihren Erlebnissen berichten.

 

Brücke-Vorstand bestätigt – Ehrungen

65 Jahre „Die Brücke“ Gala-Feier geplant

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg),

Bei der Jahreshauptversammlung im 65. Gründungsjahr des Deutsch-Amerikanischen Klubs konnten die Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel (rechts) im Hotel Köhler in Gießen für 30 Jahre Mitgliedschaft Ute Fabel (2. von links) sowie für 10 Jahre Vorstandstätigkeit Nicole Heppner Dank und Anerkennung mit Urkunde und Blumen aussprechen
Bei der Jahreshauptversammlung im 65. Gründungsjahr des Deutsch-Amerikanischen Klubs konnten die Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel (rechts) im Hotel Köhler in Gießen für 30 Jahre Mitgliedschaft Ute Fabel (2. von links) sowie für 10 Jahre Vorstandstätigkeit Nicole Heppner Dank und Anerkennung mit Urkunde und Blumen aussprechen

Stolze 65 Jahre lang besteht der Deutsch-Amerikanische Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar in diesem Jahr. Das soll mit einem Gala-Abend im Herbst unter dem Titel „65 Jahre „Die Brücke“ – American Magic in Mittelhessen“ gefeiert werden, kündigte der an diesem Abend bei den Vorstandswahlen in seinem Amt bestätigte Präsident Roger Schmidt bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Köhler in Gießen an. Dabei konnte er mit dem Vizepräsidenten Günther Schmadel auch Ehrungen vornehmen. So wurde für 30-jährige Treue zum Klub Ute Fabel mit Urkunde, Klubnadel und Blumen Dank und Anerkennung ausgesprochen, genau so wie Nicole Heppner, die für 10 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit gewürdigt wurde und aus dem Vorstand ausschied. In Abwesenheit wurde der in Frankfurt lebenden Christa Huth für 25 Jahre Mitgliedschaft gedankt. Erneut konnte die Brücke mit Carina Thomys eine deutsche Studentin zum Studentenaustausch an die amerikanische Universität nach Deleware entsenden. In Deutschland ist zur Zeit die US-Amerikanerin Allison Haskins in Gießen an der Justus-Liebig-Universität seit vergangenem Jahr bis in diesen Sommer Gaststudentin.

 

Schmidt konnte am Mittwochabend nach der Begrüßung von einer positiven Mitgliederentwicklung berichten. Inzwischen hat die Brücke 112 Mitglieder und damit deutlich mehr (+13) mehr als im Jahr 2008, in dem die US-Garnison in Gießen aufgelöst wurde. Eine positive Entwicklung, die das attraktive Klubleben widerspiegelt, so Schmidt. Er betonte, dass die Brücke in ihren Zielen für die Mitmenschlichkeit und das Miteinander der Völker in Frieden eintritt. Es dürfe nicht vergessen werden, was Deutschland den Amerikanern zu verdanken habe. Demokratie und Freiheit gehörten dazu, die es zu schützen gelte. Der Klub veranstaltete im vergangenen Jahr einen viel beachteten Neujahrsempfang mit dem Direktor des Mathematikums Prof. Dr. Beutelspacher und lud zu Stammtischen unter anderem zu den Themen „Sexuelle Gewalt“ mit Dr. Barbara Bojack, „Lincolns Rede“ mit dem Frankfurter Gast Renè Scholz, „Jugendaustausch mit Milwaukee“ mit Schülern der Theodor-Litt-Schule Gießen, „Vom Gegner zum Freund“ mit Elisabeth von Maltzahn, „Die Römer in Mittelhessen“ mit Norbert Kissel, „Minnesota Winter“ mit Elli Radinger und „Gießener Auswanderer im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg“ mit Prof. Dr. Holger Gräf von der Philipps-Universität Marburg im Hotel Köhler ein. Die US-Studentin Shannon Wilson wurde verabschiedet. Man feierte gemeinsam ein BBQ in Steinbach und Thanksgiving in Linden, besuchte in Frankfurt das Weihnachtskonzert „The singing Christmastree“ in der Liebfrauenkirche und war im Keltenmuseum in Glauburg zu Gast. Vertreten war man ebenfalls beim Internationalen Weihnachtssingen der Partnerschaftsklubs in Wetzlar. Gewürdigt wurde Astrid Reinewald für ihr Engagement beim „American Table Talk“ (ATT), dem rein englischsprachigen Stammtisch.

 

Für die verhinderte Studentenbeauftragte Kerstin Ruppel verlas die US-Studentin Alison Haskins den Bericht von den Aktivitäten im Studentenaustausch, dem man im Verband der Deutsch-Amerikanischen Klubs (VDAC) mit organisiert und finanziert. Insgesamt rund 10.000 Euro konnte der Klub in den letzten drei Jahren für die Jugend- und Studentenförderung bereitstellen, informierte Schatzmeister Fritz Hoßbach zur Kassenentwicklung. Dabei wurden auch mittelhessische Kinder- und Jugendprojekte von Diakonie und Kinderhospiz gefördert und das Deutsche und Internationale Rote Kreuz zur Hilfe von Opfern von Naturkatastrophen unterstützt. Kassenprüfer Klaus Leske und Martin Zimmermann bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung, die mit der einmütigen Entlastung honoriert wurde.

 

Bei den Vorstandswahlen kam es zu folgenden einstimmigen Ergebnissen. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Roger Schmidt (Präsident), Günther Schmadel (Vize-Präsident), Fritz Hoßbach (Schatzmeister), Petra Bröckmann (Schriftführerin) und Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte). Neu als Beisitzerin wurde Stefanie Vera Müller gewählt. Ausschussmitglieder sind Evelyn Schmadel, Gabi und Volker Stephan (alle Social Events), Herbert Zimmermann (Stadt und Region Wetzlar) und Thomas Leiser (German-American-Affairs). Kassenprüfer neben Klaus Leske sind Hans Leyerer und Nicole Heppner (Ersatz).

 

In diesem Jahr stehen neben den regelmäßigen Stammtischen jeweils am ersten Mittwoch im Monat im Hotel Köhler in Gießen zudem Frauentreffen beim so genannten „Ladies Gathering“ , die traditionelle Brücke-BBQ-Grill-Party am 5. Juli, die „65 Jahre Brücke-Geburtstagsfeier“ am 2. Oktober sowie das Thanksgiving-Dinner im November auf dem Terminplan. Nähere Informationen findet man auf der Internetseite unter www.dac-bruecke.de.

 

Gießener Bäckerssohn backte für amerikanische Unabhängigkeit

Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf informierte beim Brücke-Stammtisch über die Rolle von Gießener und Wetzlarern im US-Unabhängigkeitskrieg

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg),

Der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf berichtete beim Brücke-Stammtisch über die Rolle der Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
Der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf berichtete beim Brücke-Stammtisch über die Rolle der Hessen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

Im historischen Gedächtnis der US-Amerikaner spielen die Hessen für die Identität ihrer jungen Nation eine nicht zu unterschätzende Rolle, unterstrich der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf von der Philipps Universität Marburg beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar. In seinem Vortrag im Hotel Köhler beleuchtete er unter dem Titel „Die „Hessian Mercenaries“ –

Fakten und Mythen“, die Rolle der hessischen Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg vor rund 230 Jahren, unter denen auch Männer aus dem mittelhessischen Städten Gießen und Wetzlar kämpften.

 

Bekannt wurden die Rolle der „Hessians“ einem breiten deutschen Publikum in den TV-Verfilmungen „Der Winter der ein Sommer war“ (D 1976) und „Das große Abenteuer des Kaspar Schmeck“ (DDR 1982), informierte Gräf. Das allerdings die sogenannten „verkauften Landeskinder“ als Söldner damals eher Standard der Kriegsführung war und Geld in die Kassen der deutschen Fürstentümer spülte war eines der Gründe, dass viele Hessen nach Amerika kamen. Ein weiterer Grund war die Attraktivität des Soldatenberufes mit guter und sicherer Bezahlung sowie Karriere, die viele der Bürger ihre Unterschrift unter die „Subsidienverträge“ leisten ließ, erläuterte der Historiker. Die Minderheit war Zwangsrekrutiert. Die Hessen hatten allerdings einen sehr schlechten Ruf. Vorurteile wurden von Amerikanern gefördert, so in der bekannten Erzählung in Washington Irwins „Legende von Sleepy Hollow“, in dem ein hessischer Söldner als kopfloser Reiter eine geheimnisvolle Rolle spielt. Den Amerikanern wurde ein barbarisches Feindbild in diversen Publikationen eingeimpft. Das wirkte sich sogar bis in die Nachkriegszeit aus, als es um die wieder Wiederbewaffnung Deutschlands ging und Eisenhower 1951 sagte, er wolle keine hessischen Söldner. 19 Freiwillige aus der Freien Reichsstadt Wetzlar und 25 aus Gießen im Fürstentum Hessen-Darmstadt zogen für die Britten in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, ermittelte Gräf aus vorliegenden Quellen. Davon waren ein Drittel über 30 Jahre alt. Sie wurden in den Einheiten von Hessen-Hannover, Hessen-Kassel und den Waldecker Regimentern eingesetzt. Dass nur ein Toter bei unmittelbaren Kriegshandlungen, aber 12 an Krankheiten verstarben verwundert um so mehr, als das nur vier Mittelhessen nach dem Krieg in ihre alte Heimat Europa zurück kehrten. Fünf blieben nachweislich in den USA, 11 desertierten und von weiteren 11 Soldaten ist der Verbleib unbekannt. Dabei erinnerte er auch an ein anderes Schicksal und zwar des „Kriegsknechts“ Christopher Ludwich, den Sohn eines Bäckers in Gießen. Der war über allerlei Umwege in Diensten von Österreich und Preußen, dann als britischer Matrose nach Philadelphia gekommen und hatte es dort später zu Reichtum gebracht. 1777 wurde der Hesse aus der Stadt an der Lahn als amerikanischer Patriot zum Oberbäcker und Chef der Feldbäckerei der US-Truppen im Unabhängigkeitskrieg ernannt, informierte Dr. Gräf abschließend. Die Brücke-Präsidenten Roger Schmidt und Günther Schmadel dankten dem Historiker für diese interessante transatlantische Geschichtsstunde.

 

 

Gießener Allgemeine liegt vorne

GIESSEN, Die Gießener Allgemeine ist die populärste und auflagenstärkste Zeitung in Stadt und Landkreis Gießen. Diese Information erhielten Mitglieder der Brücke im September bei der Führung durch das Pressehaus in der Marburger Straße. Dabei wurden sie über die moderne Druckerei informiert, in dem innerhalb kürzester Zeit nicht nur die heimische Tageszeitung sondern auch überregional bedeutende Titel gedruckt werden. Zuvor hatten sie in einem Vortrag mehr über die Redaktionsarbeit und die Produkte aus dem Medien-Haus des Familienunternehmens Rempel erfahren. Im Anschluss ging es in das Restaurant Croatica.

Was würde Cäsar wohl Obama raten?

Brücke-Stammtisch in Gießen über Rom und Römer
Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Landesamtes für Archälogie, Norbert Kissel, referierte beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs "Die Brücke" Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler in Gießen über Rom, die Großstadt, das Imperium und ihr Leben in unserer Region vor rund 2.000 Jahren
Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Landesamtes für Archälogie, Norbert Kissel, referierte beim Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler in Gießen über Rom, die Großstadt, das Imperium und ihr Leben in unserer Region vor rund 2.000 Jahren

GIESSEN-WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Beim jüngsten Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar ging es im Hotel Köhler in Gießen um ein vergangenes Imperium. Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege und Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim, Norbert Kissel, berichtete dabei über Rom als antike Großstadt, als Imperium und über ihr Leben in unserer mittelhessischen Region. Dabei warf er vor den Gästen die Frage auf: „Sind die USA ein neues Rom?“

 

Nicht nur das fundierte neue Wissen der Wissenschaften über das damalige Leben zog die Zuhörer in seinem kurzweiligen Referat in ihren Bann. Er hatte auch Funde, wie Münzen und Tonscherben und goldgelben Mulsum mitgebracht. Den mit Honig und Pfeffer angereicherten Wein servierte er gleich zu Beginn seinen Zuhörern. Diese römische Geschmacksprobe nutzte er zur Überleitung in das Leben in der damaligen antiken Großstadt. Etwa eine Millionen Einwohner zählte das antike Rom, das aus einem kleinen Dorf am Tiber entstanden war. Die Straßen waren überfüllt. Stars waren bei Kaiser und Volk die Gladiatoren, vergleichbar den heutigen Fußballern. Sie wurden hoch bezahlt und wurden teuer ausgebildet. Getötet wurden in den Circus-Arenen meist Gefangene und Sklaven, bei diesem grausamen Spektakel. Die Mehrheit der Römer wohnte in Mietskasernen, die bis zu 10 Stockwerke zählen konnten. Der Straßenverkehr war damals schon verkehrsberuhigt. Tags dürften keine Fuhrwerke auf den Straßen unterwegs sein, so die Erkenntnisse der Geschichtsforscher. Um Essen, Vergnügen, Geld ging es meist im Leben der Römer. Technisch waren die Römer auf einem hohen Standard, der sich im 9.000 Kilometer langem europaweiten Straßennetz und in der Wasserversorgung mit Hilfe der Aquädukte teilweise noch widerspiegelt. Und auch das Rechtssystem war wegweisend. Im Imperium lebte es sich unter dem „Pax Romana“ (Römischen Frieden) recht gut, so lange man sich assimilierte und keinen Widerstand leistete, führte Kissel aus. Dafür ließen die Römer den Völkern ihre Religionen. Das imperiale Management mit Senat und Verwaltung war schlank und effizient. Das Militär bestens ausgebildet und ausgerüstet, so Kissel. Trotzdem gab es, wie im Teutoburger Wald bei Varus in Germanien auch Niederlagen zu verkraften. Im Waldkampf waren die Römer unterlegen. Durch die Völkerwanderung begann das Imperium um das 4. Jahrhundert zu bröckeln. Der Sold konnte für die Legionäre nicht mehr bezahlt werden. Schon früher war der 550 Kilometer lange Limes kein „eiserner Vorhang“, räumte Kissel mit Vorurteilen auf. Viel mehr sei es eine Demarkationslinie gewesen. Es habe zwischen Germanien und den römisch besetzten Gebieten ein großes Zivilisations- und Wohlstandsgefälle gegeben. Reger Handel sei mit den in unserer Region lebenden germanischen Chatten getreiben worden. Von denen hätten auch einige in der römischen Armee gedient und dort die Kriegskunst gelernt. Auch Türken und Syrer waren damals hier im römischen Auftrag im Einsatz. Der Limes in unserer Region um Butzbach, Pohlheim und Lich diente besonders zur Absicherung der Kornkammer Wetterau. Ausgrabungen, wie die Villa Rustica bei Gambach hätten Erkenntnisse zum alltäglichen Leben erbracht, besonders über Kleidung und Nahrung.

 

Rom sei nicht mit den USA zu vergleichen, so Kissel. Allerdings seien beide Großmächte ihrer damaligen Epoche gewesen. Interessant dürfte allerdings angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen in der Welt sein, was die Cäsaren wohl US-Präsident Obama geraten hätten, so sein Schlusswort nach einem geschichtlich interessanten und unterhaltsamen Vortrag.

Das Leben von Karl-Wilhelm von Schlieben – Vom Feind zum Freund

Über Preußen, Kaiserreich, Nationalsozialismus bis hin zum US-Freund und Brücke-Unterstützer in Gießen

Aus dem Familienarchiv von von Schlieben ein Ausschnitt vom Völkischen Beobachter im Juni 1944 (Bild: Privat/Repro rg)
Aus dem Familienarchiv von von Schlieben ein Ausschnitt vom Völkischen Beobachter im Juni 1944 (Bild: Privat/Repro rg)

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), August 2014, In diesem Sommer jährt sich im siebzigsten Jahr die Landung der Alliierten in der Normandie. Der Beginn der Operation „Overlord“ am 6. Juni 1944 läutete das Ende der Nazi-Herrschaft ein. Bis zum 8. Mai 1945 mit der Kapitulation des Deutschen Reiches wurde aber noch fast ein Jahr lang verbissen in Europa gekämpft und Millionenfach gestorben. Der Festungskommandant von Cherbourg, Generalleutnant Karl-Wilhelm von Schlieben, beendete bereits am 26. Juni 1944 mit der Kapitulation der von Hitler ausgerufenen „Festung“ entgegen des „Führerbefehls“ die Kampfhandlungen um die französische Stadt am Kanal. 800 Soldaten gingen in aussichtsloser Lage mit ihm aus seinem unterirdischen Befehlsbunker in St. Sauveur in Kriegsgefangenschaft. Am darauffolgenden Tag ergaben sich dann weitere 10.000 Wehrmachtssoldaten nach dem die Kapitulation bekannt wurde. Es war das Ende der organisierten Kampfhandlungen in Cherbourg. Viele Soldaten beider Seiten überlebten dadurch den Krieg. Nach seiner Zeit als Kriegsgefangener in England kam von Schlieben 1950 nach Gießen und baute dort die so genannten „Labor-Service-Units“ (internationale Wach- und Serviceeinheiten) für die US-Army auf. Seine Frau Eleonore von Schlieben war in den Anfangsjahren der 50er-Jahre aktives Mitglied im Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ in der Universitätsstadt Gießen.

 

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, die über zwei Weltkriege reicht und von Glauben an die vermeintlich richtige Sache, über Zweifel am eigenen Tun bis hin zu neuen Einsichten und Lebensentscheidungen führte. Die beiden Enkelinnen Elisabeth von Maltzahn und Ellen Schwarzburg-von Wedel wollten mehr wissen über die Geschichte ihres Großvaters, der nach seiner Gefangenschaft im Jahr 1947 von 1950 bis zu seinem Tod am 18. Juni 1964 in Gießen lebte.

 

Die beiden Frauen waren am 26. Juni 2014 mit ihren Familien zu einer Zeremonie zur Erinnerung an die Ereignisse in und um Cherbourg als Vertreterinnen ihres Großvaters im Schloss von Servigny eingeladen. Ellen Schwarzburg von Wedel erinnerte in ihrer Rede vor Veteranen und Vertretern der beteiligten Nationen an den langen Weg von Gegnern zu Freunden.

 

Dort an historischer Stelle trat Generalleutnant von Schlieben damals vor 70 Jahren dem US-General Joseph Lawton „Lightnin‘ Joe“ Collins gegenüber und besiegelte die Kapitulation von Cherbourg. Der deutsche Berufssoldat hatte bis dahin eine für die damalige Zeit vorbildliche Karriere absolviert. Wie sein Vater zog es Karl-Wilhelm zu den Soldaten. In der Preußischen Armee im Kaiserreich trat er zu Beginn des 1. Weltkrieges am 11. August 1914 ein. Bis hin zum Ordonanzoffizier beim Generalkommando schaffte er es und überlebte den Krieg. In der Reichswehr der Weimarer Zeit machte er weiter Karriere und wurde im Oktober 1929 zum Rittmeister befördert. Unter den Nazis war er als Adjutant bei diversen Stabs-Regimentern im Einsatz. Ab 1942 war er an der Ostfront eingesetzt, erst beim 4. Schützen-Brigade, dann bei der 208. Infanterie-Division und war von April bis Dezember 1943 als Kommandeur der 18. Panzer-Division im Einsatz. Danach wurde er zum Atlantikwall zur 709. Infanterie-Division in der Normandie abkommandiert. Nach der Landung der Alliierten ernannte ihn Adolf Hitler zum Festungskommandanten von Cherbourg. Nur drei Tage später ergab er sich mit seinen Soldaten. Die vollkommene Überlegenheit der Alliierten unterstrich dann auch ein als „Geheime Kommandosache“ bezeichneter Lagebericht von Generalfeldmarschalls Erwin Rommel vom 15.7.1944. „Die Lage an der Front in der Normandie wird von Tag zu Tag schwieriger … . Die eigenen Verluste sind … derart hoch.“ Alleine von den 97.000 eingesetzten deutschen Soldaten starben täglich bis zu 3.000 Männer. „Der ungleiche Kampf neigt dem Ende entgegen.“ so die Einschätzung von Rommel aufgrund der Überlegenheit der Alliierten und eigenen Verlusten bereits wenige Wochen nach der Landung. Für sein Verhalten in Cherbourg wurde Generalleutnant Karl-Wilhelm von Schlieben von Hitler mit Anschuldigungen und Kritik überzogen.

 

In der sich anschließenden britischen Kriegsgefangenschaft im Trent Park beschlichen von Schlieben weitere Zweifel an seinem Mitwirken für das NS-Regime. So ist in den Abhörprotokollen des britischen CSDiC als Reaktion auf das Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 als Zitate von ihm zu lesen „… Diese tausendjährige Reich wird ja nun hoffentlich bald zu Ende sein.“. Und im Umgang mit Hitler wünschte er: „Ich würde ihn den Russen ausliefern, in irgendein sibirisches Bergwerk, Fall erledigt.“ Und über Dachau und die anderen Konzentrationslager gab er im Mai 1945 zu: „Jeder wusste, dass furchtbare Sachen dort passieren – nicht was, aber dass furchtbare Sachen da passieren, das wusste jeder von uns, schon damals 1935.“ (Vgl. Buch von Sönke Neitzel „Abgehört“ – Deutsche Generäle in britischer Kriegesgefangenschaft 1942-1945, Porpyläen 2005).

 

Mit all diesen Dokumenten, beschäftigen sich nicht nur die Historiker sondern bis heute auch seine Nachfahren. Das er nach dem Krieg von den Amerikanern die Möglichkeit erhielt nach seiner Repatriierung für sie zu arbeiten, ist die andere Seite der Medaille, die ihn vom einstmaligen Gegner zum Freund werden ließen. Und auch das seine Frau Eleonore ab 1950 dem Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ in Gießen mit ihm an seiner Seite verbunden war, bildet diese andere Seite ab, die von da an der Völkerverständigung und der verbindenden gegenseitigen Hilfe gewidmet war.

 

In ihrer Rede sagte die Enkelin am Gedenktag in Cherbourg: „… Nach 70 Jahren sind wir an dem Ort, an dem unser Großvater einen Kampf aufgab, den es nie hätte geben dürfen. … Ihre Einladung verstehen wir als eine Geste der Versöhnung.“ Sie erinnerte dabei an die Hilfsbereitschaft und Solidarität ohne Bevormundung nach dem Krieg durch die Alliierten. Durch „Die Brücke“ (Deutsch-Amerikanischen Klub Gießen-Wetzlar) entstanden enge freundschaftliche Beziehungen, es wurden wirklich „Brücken geschlagen“, so Schwarzburg-von Wedel. „Im Namen unseres Großvaters bitte ich von ganzen Herzen um Verzeihung!“ sagte sie im Hinblick auf die Gräueltaten im Nationalsozialismus in den Konzentrationslagern vor den Veteranen und internationalen Gästen in Frankreich. Dass ihr Großvater einen Führerbefehl, mit der Aufgabe in Cherbourg verweigert und Erschießungen in Russland verhindert hat, ist für sie in ihrer Erinnerung als Enkelin vorbildlich.

 

Dass ihre in Pohlheim lebende Schwester Elisabeth beim Stammtisch der „Brücke“ im Hotel Köhler in Gießen dieser Tage ihren Vortrag unter den Titel „Vom Feind zum Freund“ gestellt hatte, war ein weiterer Baustein dieser geschichtlichen Aufarbeitung von einer Generation, die erst nach diesen Ereignissen im 2. Weltkrieg aufwuchs und sich der Erinnerung verpflichtet zeigt. „Wie froh und glücklich wäre unser Großvater gewesen, wenn er gewusst hätte, dass seine Nachkommen diesen Ort (Cherbourg) besucht haben und dass sich seine Enkel und Urenkel mit den Enkeln und Urenkeln von General Collins freundschaftlich verstanden haben.“

BRÜCKE-Abschied: US-Studentin aus Ohio wird deutsche Kultur und Fachwerk vermissen

Shannon Wilson geht zurück nach Amerika

Brücke-Verabschiedung in die USA! Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte, links), Roger Schmidt (Präsident) und Vize Günther Schmadel (rechts) verabschiedeten beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen die US-Studentin, Shannon Wison und schenkten ihr zur Erinnerung ein JLU-Shirt.
Brücke-Verabschiedung in die USA! Kerstin Ruppel (Studentenbeauftragte, links), Roger Schmidt (Präsident) und Vize Günther Schmadel (rechts) verabschiedeten beim Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen die US-Studentin, Shannon Wison und schenkten ihr zur Erinnerung ein JLU-Shirt.

GIESSEN/WETZLAR/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Juli 2014, Im vergangenen Oktober 2013 kam die US-Amerikanerin Shannon Wilson durch ein VDAC-Stipendium des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar als Austauschstudentin an die Justus-Liebig-Universität Gießen. Am Ende ihres 10-monatigen Aufenthalts sagte sie beim letzten Brücke-Stammtisch im Hotel Köhler in Gießen zu den Mitgliedern und neuen Freunden in der Universitätsstadt„Good Bye!“. Dabei berichtete sie von ihren Eindrücken und ihre Erfahrungen als US-Amerikanerin in Deutschland sowie an der Universität als Studentin. BRÜCKE-Abschied: US-Studentin aus Ohio wird deutsche Kultur und Fachwerk vermissen weiterlesen

Lincoln-Rede: „Meisterstück der Motivation“

Motivationstrainer Scholz bei der Brücke: 

René Scholz (Mitte) wurde für seinen Vortrag über die Lincoln Rede in Gettysburg vom Brücke-Präsidenten Roger Schmidt (rechts) und Tom Leiser (Vorstand Brücke und Friends of the Lahn) gedankt
René Scholz (Mitte) wurde für seinen Vortrag über die Lincoln Rede in Gettysburg vom Brücke-Präsidenten Roger Schmidt (rechts) und Tom Leiser (Vorstand Brücke und Friends of the Lahn) gedankt

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Am 12. Februar 1809 wurde US-Präsident Abraham Lincoln geboren. Am 18. November 1863 hielt der 16. Präsident der USA seine wichtigste Rede bei der Einweihung des Soldatenfriedhofes auf dem Schlachtfeld von Gettysburg, die noch 150 Jahre später jeder US-Amerikaner in der Schule lernt und verinnerlicht. Die so bekannte „Gettysburg Address“ ging als sein rhetorisches Meisterstück der Motivation in die Geschichte ein. Der Frankfurter Motivationstrainer für Führungskräfte, René Scholz, thematisierte und analysierte diese Lincoln-Rede bei einem Vortrag als Gastreferent beim Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar.

 

Die Sinnstiftung in der Gemeinschaft transportierte Lincoln in der nur zwei Minuten und 278 Worten langen Rede in Perfektion, informierte Scholz im Hotel Köhler vor den Zuhörern. Mitten im Bürgerkrieg appellierte er an die Einigkeit der Nation. Er beendete im Verlauf seiner Präsidentschaft den Bürgerkrieg, unterzeichnete Gesetze gegen die Sklaverei und bereitete den Weg der USA zur Weltmacht vor. Mit seiner Rede sei im auf perfekte Weise eine einzigartige Motivation der Bürger gelungen. Erstmals bestand die Möglichkeit durch Medien diese Botschaft in der gesamten Nation schnell zu verbreiten. Gemeinschaft stiften, der unbedingte Gestaltungs- und Machtwille sowie den Menschen Sinn und Ziel geben,  seien ihm mit seinen Worten dabei auf einzigartige Weise gelungen. Dies wirke bis heute in der US-Nation. Ohne diesen „besten US-Präsidenten“ gebe es vermutlich nicht die westliche Welt mit seinen demokratischen, militärischen und wirtschaftlichen Bündnissen, wie wir sie heute kennen, betonte Scholz. Besondere Bedeutung in der Rede spiele so das immer wieder kehrende Wort „Wir“ und „Uns“ in der Berufung auf Land und die Gemeinschaft. Belehrungen und Bevormundung findet man dagegen keine, dafür immer wieder kehrende Kernbotschaften. Die Frage nach dem „Wie“ in der Motivation von Menschen für neue Herausforderungen stellen sich nicht nur Politiker sondern auch Unternehmen für ihre Mitarbeiter, so Scholz. Die nutzt der Trainer für Führungskräfte in seinen Workshops. Das Kunststück die Lincoln in seiner Rede gelungen sei, war damals komplexe Ereignisse einfach zu erklären und damit die Kernbotschaft mit der Einigkeit der Nation in der anstehenden Herausforderung überzeugend zu vermitteln. Abraham Lincoln beendete damals seine Rede mit den Worten „ … Es ist vielmehr an uns, uns der großen Aufgabe, die noch vor uns liegt, zu verpflichten – ….  – auf dass diese Nation, unter Gott, eine Wiedergeburt der Freiheit erleben soll – und auf dass die Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk, nicht von der Erde verschwinden möge.“

 

„We are the World“ – BRÜCKE spendet 2.800 Euro

Diakonisches Werk Gießen, transatlantischer Studenten- und Jugendaustausch sowie das Deutsche Rote Kreuz freuen sich über Benefiz-Konzerterlös

Das Brücke-Benefizkonzert "We are the world" hatte einen Gesamterlös von 2.800 Euro eingespielt. Die Brücke-Voristzenden Günther Schmadel (links) und Roger Schmidt sowie Stefanie Vera Müller gemeinsam mit dem Partner von der Volksbank Mittelhessen, Vorstand Frank Witezek, übermittelten die Spenden in gleichen Teilen zu je 1.300 Euro an das Diakonische Werk  und den Verband Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) sowie 200 Euro an das DRK für die "Flutopfer Philippinen".  Für das Diakonische Werk erhielten symbolisch deren Leiter Holger Claes und seine Stellvertreterin Ute Kroll-Naujocks.
Das Brücke-Benefizkonzert „We are the world“ hatte einen Gesamterlös von 2.800 Euro eingespielt. Die Brücke-Voristzenden Günther Schmadel (links) und Roger Schmidt sowie Stefanie Vera Müller gemeinsam mit dem Partner von der Volksbank Mittelhessen, Vorstand Frank Witezek, übermittelten die Spenden in gleichen Teilen zu je 1.300 Euro an das Diakonische Werk und den Verband Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) sowie 200 Euro an das DRK für die „Flutopfer Philippinen“. Für das Diakonische Werk erhielten symbolisch deren Leiter Holger Claes und seine Stellvertreterin Ute Kroll-Naujocks.

GIESSEN/WETZLAR (rge/ger/rg), Februar 2014 – Am Ende des vergangenen Jahres veranstaltete der Deutsch-Amerikanische Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar mit Unterstützung der Volksbank Mittelhessen zum zweiten Mal das Benefizkonzert „We are the world“ im Gießener Rathaus. 200 Zuschauer waren im ausverkauften Konzertsaal begeistert über die Musical-Hits, die „die Stimme“ Ingi Fett und der Projektchor des Liederkranzes Flensungen unter Leitung von Heike Kratz-Gunkel zwei Stunden lang präsentierten. Dieser Tage wurde der Erlös des Konzertes in Gesamthöhe von 2.800 Euro an die drei Empfänger der Spenden übermittelt. Diesmal hatte sich die Brücke in der Region Mittelhessen für die Unterstützung der Jugendarbeit des Diakonischen Werkes in Gießen entschieden.

 

Deren Leiter Holger Claes und Ute Kroll-Naujocks dankten bei der symbolischen Spenden-Übergabe im Wilhelm-Liebknecht-Haus in der Gießener Weststadt den Organisatoren für ihre Unterstützung. Volksbank-Vorstand, Rolf Witezek und die Brücke-Präsidenten, Roger Schmidt und Günther Schmadel, unterstrichen, dass besonders die jungen Erwachsenen durch die soziale Arbeit des Diakonischen Werkes wichtige Impulse und Unterstützung für ihre Ausbildung und Schule und damit für ihr späteres Leben erhalten. In Jugendtreffs und Schülerclubs der Diakonie werden Aktivitäten für Bildung, Freizeit und Ferien mit fachgerechter Betreuung für sozial benachteiligte jungen Menschen angeboten. Demnächst soll  ein Spielmobil für die Kinder angeschafft werden, kündigte Kroll-Naujocks an. Neben dem Diakonischen Werk fließt zum gleichen Teil eine Spende in Höhe von 1.300 Euro an den Jugend- und Studentenaustausch des Verbandes Deutsch-Amerikanischer Clubs (VDAC). Weitere 200 Euro gehen an das Deutsche Rote Kreuz für die Flutopfer auf den Philippinen.